Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX-0,75 % EUR/USD+0,09 % Gold-0,24 % Öl (Brent)0,00 %
E.ON setzt ganz auf Energienetze und bestätigt die Jahresziele

E.ON setzt ganz auf Energienetze und bestätigt die Jahresziele

Gastautor: Hussam Masri
09.09.2019, 11:06  |  1074   |   |   

Werbung. Die große Neuordnung in der deutschen Energiebranche durch ein komplexes Geschäft zwischen E.ON und RWE könnte kurz vor dem Abschluss stehen. Medienberichten zufolge haben die Wettbewerbshüter ihre Zustimmung noch für September unter moderaten Auflagen signalisiert. Die RWE-Tochter Innogy soll nach der Übernahme durch E.ON zerschlagen werden. Im Anschluss gehen jegliche Geschäfte mit erneuerbaren Energien an RWE, während sich E.ON künftig auf die Bereiche Vertrieb und Netze konzentriert. Gleichzeitig wird RWE als neuer Ankeraktionär eine rund 17-prozentige Beteiligung an E.ON halten. Die beiden ehemaligen Erzrivalen werden also zu Partnern mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Beim Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2019 äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen zuversichtlich, dass E.ON nach der Transformation zum Netzbetreiber nicht nur größer, sondern besser werde.

Vorerst nehmen Beobachter allerdings etwas wehmütig zur Kenntnis, dass E.ON mit den erneuerbaren Energien ausgerechnet einen Bereich mit starkem Gewinnwachstum abgibt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres nahm das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) hier um 17 Prozent im Vorjahresvergleich zu, wobei der Anteil am konzernweiten Ebit bei weniger als einem Fünftel liegt. Schon jetzt verdient E.ON operativ zu rund 70 Prozent an Energienetzen und erzielte in diesem Segment im ersten Halbjahr ein bereinigtes Ebit von gut einer Milliarde Euro etwa drei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Probleme bereitete dem Konzern im Berichtszeitraum insbesondere der Strom- und Gas-Vertrieb in Großbritannien. Dort führte eine eingeführte Preisobergrenze zu Belastungen. Insgesamt musste E.ON im Zeitraum Januar bis Juni 2019 im Vorjahresvergleich einen 12-prozentigen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses auf 1,7 Mrd. Euro hinnehmen. Der Umsatz legte hingegen um fünf Prozent auf 16,1 Mrd. Euro zu.

Analysten zeigten sich von der moderaten Ergebnisschwäche nicht überrascht und sahen die Konsenserwartungen weitgehend als erfüllt an. Auch Finanzvorstand Marc Spieker sieht keinen Grund zur Sorge. Das Halbjahresergebnis entspreche insgesamt der Planung. "Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2019 können wir deshalb erneut bestätigen", erklärte der Manager. Ohne größere Veränderungen zum vorhergehenden Zwölfmonatszeitraum soll das bereinigte Ebit demnach weiterhin 2,9 bis 3,1 Mrd. Euro erreichen, während der bereinigte Konzernüberschuss zwischen 1,4 und 1,6 Mrd. Euro liegen soll. Zu einem negativen Echo von Analysten führte hingegen der überraschende Anstieg der Netto-Verschuldung im ersten Halbjahr um 3,6 Mrd. Euro auf gut 20 Mrd. Euro. Nach der relativ schwachen Aktienkursentwicklung im Vergleich zum europäischen Energiesektor könne die künftige E.ON jedoch als unterbewertet mit Blick auf das Ergebnis- und Dividendenpotenzial bezeichnet werden.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 3
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
AktienEuroEnergieEnerE.ON


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Gastautor

Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter das Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für die Vertriebsunterstützung verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

RSS-Feed Hussam Masri