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MONTE CARLO/ROUNDUP Rückversicherer wittern nach 'Dorian' etwas Morgenluft

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.09.2019, 12:51  |  264   |   |   

MONTE CARLO (dpa-AFX) - Die großen Rückversicherer wittern nach zwei Katastrophenjahren und Hurrikan "Dorian" die Chance auf höhere Prämien. Beim Branchentreffen in Monte Carlo wagte von den Weltmarktführern aber nur der Branchendritte, Hannover Rück, eine konkrete Prognose. Bei der Vertragserneuerung zum Jahreswechsel dürfte Rückversicherungsschutz für Erstversicherer im Schnitt um zwei bis fünf Prozent teurer werden, sagte Hannover-Rück-Vorstand Sven Althoff voraus.

"Wir sind etwas optimistischer als im vergangenen Jahr", sagte Althoff. Ihm zufolge profitiert die Hannover Rück davon, dass Versicherer die Prämien bei ihren Kunden erhöhten und der Rückversicherer einen festen Anteil der Einnahmen erhält. Aber auch bei vielen Verträgen, bei denen der Rückversicherer erst ab einer gewissen Schadenshöhe einspringt, hätten die Prämien angezogen.

Bei ihrem jährlichen Treffen im Fürstentum Monaco sondieren Rückversicherer wie die Weltmarktführer Munich Re und Swiss Re mit ihren Kunden - Erstversicherer wie Allianz und Axa - seit Samstag die Preise und Konditionen für die Vertragserneuerung zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Nachdem sich Munich Re und Swiss Re bereits am Sonntag positiv zu ihren Geschäftsaussichten geäußert hatten, ging es für die Aktien der Konzerne am Montag aufwärts. Die Papiere der Munich Re und der Hannover Rück legten bis zur Mittagszeit um rund ein Prozent zu, die der Swiss Re um 1,4 Prozent. Für Erleichterung sorgte auch "Dorian". Die Zerstörungen durch den Wirbelsturm dürften die Branche bei Weitem nicht so teuer zu stehen kommen wie zunächst befürchtet.

"Dorian" war Anfang September als Hurrikan der stärksten Kategorie fünf auf die Bahamas getroffen und hatte dort tagelang getobt. Tausende Häuser wurden zerstört, mindestens 43 Menschen starben. Am Freitag zog "Dorian" in deutlich abgeschwächter Form über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweg und hinterließ dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle. Am Wochenende traf er in Kanada auf Land.

"Die Katastrophe auf den Bahamas ist eine tragische Sache für die Menschen, die dort alles verloren haben", sagte der neue Hannover-Rück-Chef Jean-Jacques Henchoz. Allerdings hatte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek am Sonntag darauf hingewiesen, dass der Sturm immerhin nicht die am stärksten besiedelte Region der Inselgruppe getroffen habe: "Es hätte noch schlimmer ausgehen können."

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