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IAA/ROUNDUP Problem-IAA legt wunde Punkte der Autoindustrie offen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.09.2019, 17:40  |  277   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Noch vor der offiziellen Eröffnung durch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt die große deutsche Autoschau zusätzliche Risse in der Fassade. Wichtige Akteure zweifeln offenbar am Sinn des "weiter so" auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt.

Trotz der Ergänzung des Formats um Gesprächsrunden und Kongressangebote wird unter Herstellern und Veranstaltern ein neues Messekonzept mit wechselnden Veranstaltungsorten wie beispielsweise Köln oder Berlin diskutiert, wie Branchenkreise am Mittwoch bestätigten. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bestätigte als Veranstalter, dass man für die IAA verschiedene Optionen prüfe. "Über Entscheidungen sprechen wir dann, wenn das Konzept steht", sagte Verbandssprecher Eckehart Rotter.

Die IAA steht in diesem Jahr nach zahlreichen Absagen früherer Aussteller massiv unter Druck. Ein Vertrag zur Fortsetzung in den kommenden Jahren besteht nicht, wie VDA und Messe Frankfurt bestätigen. Umweltaktivisten wollen am Wochenende massiv gegen die Klimabelastung durch das Auto protestieren, wenn die Messe ihre Tore für die breite Öffentlichkeit öffnet.

Einige Veranstalter äußerten sich bereits während der Messe kritisch. "Es gibt keine Bestandsgarantie", erklärte etwa BMW -Finanzvorstand Nicolas Peter. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte bereits konkrete Verbesserungsvorschläge. Er will während der Messe die gezeigten Autos auch verkaufen können. Auf Dauer werde es nicht reichen, Neuwagen zu zeigen und mit Journalisten zu reden.

"Die IAA muss sich wie jede andere Messe weiterentwickeln. Die aktuelle Veranstaltung zeigt, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet", erklärte ein Sprecher der Frankfurter Messe. Die von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen getragene Gesellschaft verweist auf ihre Erfahrung mit der Branche und den gelernten Termin.

Fast wirkt die Krise der Messe wie ein Abbild der aktuellen Branchenlage. Es knirscht erheblich im Getriebe des wichtigsten deutschen Industriezweigs, auch abseits von aktuellen Absatzproblemen in China und Europa. Viele Verbraucher können sich mit der elektrischen Verkehrswende noch nicht anfreunden.

Der europäische Autobauer-Verband Acea verlangt von der Politik denn auch deutlich mehr Anstrengungen zum Ausbau der Infrastruktur für alternative Antriebe. "Von unserer Seite bieten wir eine immer weiter wachsende Auswahl an alternativ angetriebenen Autos für die Kunden", sagte Carlos Tavares, Acea-Präsident und Chef der französischen Opel-Mutter PSA . Die Regierungen in der EU müssten nun Schritt halten, "indem sie ihre Investitionen in Infrastruktur dramatisch aufstocken", forderte der Portugiese.

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