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Vertikale Gärten

Gastautor: Thomas Zabel
12.09.2019, 14:53  |  322   |   |   

Für Ästheten, Klimabewahrer und Naturverbundene

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blumen blühen“ – dieser Songtext aus dem Musical My Fair Lady muss in diesem Blogbeitrag korrigiert werden: In Frankfurt wird es in zwei Jahren an der Fassade des Wohnhochhauses EDEN so grün wie nirgends sonst auf der Welt grünen. Und zwar in Form von vertikalen Gärten.

Aber ganz von vorne - was sind überhaupt diese vertikalen Gärten, die zumindest unter Architekten, Immobilienspezialisten und Umweltexperten in aller Munde sind und wie funktioniert die Installation und Instandhaltung?

Höchster vertikaler Garten der Welt

In einigen Hotellobbys, Bürofoyers, Parkhäusern oder Shopping-Centern haben bepflanzte Wände, sogenannte vertikale Gärten, schon seit einiger Zeit Einzug gehalten. Einzelne Wandelemente im Innenraum oder auch Außenfassaden von mittelhohen Gebäuden, die mit Pflanzen aller Art bestückt sind, gibt es vermehrt zu sehen. Doch ein komplettes Wohnhochhaus mit einer bepflanzten Außenfassade? Das ist bisher auf der Welt einzigartig: Das 98 Meter hohe EDEN in Frankfurt wird laut Christiaan Bakker, Spezialist für grüne Fassaden bei Sempergreen, das erste über 70 Meter hohe Gebäude weltweit sein, das eine begrünte Fassade haben wird.

Das von dem international tätigen Architekt-Team Jahn Architects entworfene Wohnhochhaus schafft eine einzigartige Verbindung aus vertikalen Gärten und einer filigranen Glasfassade. Moderne Architektur geht hier mit der natürlichen Kraft und Schönheit der Natur eine Symbiose ein, wie sie für ein Hochhaus bisher nie da gewesen ist: Gerade die moderne Hochhausarchitektur wird von vielen Menschen als kalt und unnatürlich empfunden.

Frankfurt am Main: Weltstadt trifft grüne Gelassenheit

In kaum eine andere Stadt der Welt passt die Kombination aus vertikalen Gärten und Hochhausarchitektur besser als nach Frankfurt: Die Stadt am Main ist bekannt für ihre einzigartige Skyline und auch das Thema Begrünung ist in der Stadt, im wahrsten Sinne, tief verwurzelt. Bereits vor 200 Jahren erschuf der Frankfurter Gartenarchitekt Franz Heinrich Siesmayer den berühmten Palmengarten. Insgesamt soll er mehr als 300 Parkanlagen entworfen und gestaltet haben. Das Thema Grün spielt in der Frankfurter Stadtplanung schon immer eine wichtige Rolle: Der kilometerlange um die Kernstadt verlaufende Grüngürtel und die mehr als 40 städtischen Parks leisten einen wichtigen Beitrag zu einem ausgewogenen Stadtklima. Mehr als 52 % der Stadtfläche der Metropole sind begrünt.

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