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Egbert Prior Akasol zieht dicken Auftrag an Land

Gastautor: Egbert Prior
16.09.2019, 14:50  |  2420   |   |   

Am Donnerstag machte die Aktie einen Freudensprung um knapp 5% auf 44,84 Euro. Das liegt allerdings immer noch unter dem Ausgabepreis – 48,50 Euro – beim Börsengang im Juli 2018. Dabei wächst der Hersteller von Batteriesystemen für Busse und Nutzfahrzeuge spektakulär. Im laufenden Turnus soll sich der Umsatz nahezu verdreifachen auf 60 Millionen. Der Auftrag, den Akasol am Donnerstag  meldete, hat es in sich. Laut Pressemitteilung haben die Darmstädter „von einem weltweit führenden Nutzfahrzeughersteller einen weiteren Folgeauftrag mit einem Gesamtvolumen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten“. Beim Kunden dürfte es sich um Volvo handeln, das Ordervolumen veranschlagen wir mit mehr als 500 Millionen. Akasol soll ab 2021 bis 2027 die „dritte Generation von Hochenergiebatteriesystemen“ liefern. Diese Stromspeicher sollen über die doppelte Kapazität der Batterien der ersten Generation verfügen und elektrische Busse oder Lkws mit bis zu 700 Kilometern Reichweite ausstatten. Die neue Order erhöht den Auftragsbestand bis 2027 auf – im Vergleich zur aktuellen Firmengröße – sagenhafte rund 2 Milliarden. Die Mittel aus dem Börsengang – ca. 100 Millionen – sollen laut CEO, Mitgründer und Hauptaktionär Sven Schulz (47%) vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten gesteckt werden: Es ist geplant, den Ausstoß der Fabrik in Langen von aktuell 300 bis 2020 in Richtung 800 Megawattstunden hochzuschrauben. Am neuen Hauptsitz in Darmstadt sollen 2021 weitere 2 Gigawattstunden dazukommen. Außerdem bauen die Hessen eine Fabrik in Detroit. Von 2022 an möchte Schulz die Produktion konzernweit auf 5 Gigawattstunden jährlich ausbauen. Sein Ziel, führender Hersteller von Nutzfahrzeugbatteriesystemen in Europa und  auch in Nordamerika zu bleiben. Laut Analystenschätzungen könnte der Konzernumsatz bis 2022 auf 350 Millionen Euro etwa um den Faktor 15 explodieren. Neben Volvo gehört auch Daimler zu den Kunden, außerdem Alstom oder MTU Friedrichshafen. Akasol kauft die Batteriezellen ein und baut das drumherum.  Elektronik für die Steuerung von Energie und Temperatur. Hightech mit einem hohen Anteil an der Wertschöpfung. Obwohl die Hessen gerade erst den Kinderschuhen entwachsen, arbeitet das Unternehmen bereits profitabel. Für 2019 stellt Vorstandschef Schulz eine Ebit-Marge von 7% in Aussicht. Der aktuelle Börsenwert – 273 Millionen – erscheint auf den ersten Blick sehr teuer. Vier- bis fünffacher Umsatz. Allerdings dürften nur sehr wenige Gesellschaften auf dem Kurszettel derartige Wachstumsraten vorweisen können. Fazit: Milliardenschwerer Auftragsbestand verspricht exorbitantes Wachstum. Nur eine Frage der Zeit bis auch die Aktie abhebt!

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