wallstreet:online
40,95EUR | -0,35 EUR | -0,85 %
DAX+0,11 % EUR/USD-0,18 % Gold+0,13 % Öl (Brent)+0,32 %
ROUNDUP 4/Ölpreis-Schock: Historischer Preissprung nach Drohnenangriffen
Foto: Ozgur Guvenc - 123rf Stockfoto

ROUNDUP 4/Ölpreis-Schock Historischer Preissprung nach Drohnenangriffen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.09.2019, 18:38  |  755   |   |   

SINGAPUR/WASHINGTON/RIAD (dpa-AFX) - Ölpreis-Schock an den Finanzmärkten: Nach den Drohnenangriffen in Saudi-Arabien sind die Ölpreise so sprunghaft gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht, zu Handelsbeginn waren es bis zu 20 Prozent. Die Folgen bekommen auch die Verbraucher in Deutschland zu spüren: So wurde Heizöl teurer. Weltweit gerieten Aktienmärkte unter Druck. Anders als die USA bereitet die Bundesregierung aber keine Freigabe von strategischen Ölreserven vor.

Der Preis für Heizöl sprang am Montag regional unterschiedlich um drei bis fünf Cent je Liter nach oben, teilte der Messgeräte-Hersteller Tecson mit. Der bundesweite Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. MwSt) erhöhte sich demnach um rund vier Euro von 66,60 auf 70,50 Euro. Das bedeutete jedoch kein neues Jahreshoch.

DAX mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

Die Heizölpreise sind in diesem Jahr bislang relativ stabil geblieben. Das war in früheren Jahren ganz anders, als die Verbraucher teils mit drastischen Preiserhöhungen und Preisstürzen konfrontiert war. Vor sieben Jahren lag der Preis für Heizöl in den meisten Wochen oberhalb von 90 Euro.

An den Tankstellen waren die Auswirkungen der Marktausschläge noch nicht eindeutig erkennbar. Zwar stiegen bis mittags die bundesweiten Durchschnittspreise für Diesel und Superbenzin E10 um ein bis zwei Cent im Vergleich zum Vortag. Da die Tankstellenpreise täglich mehrmals verändert werden und im Tagesverlauf oft sinken, ist das aber noch keine belastbare Tendenz.

Am Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen von Saudi Aramco erschüttert. Nach Angaben des staatlichen Ölkonzerns ist der Komplex in Abkaik die größte Raffinerie des Landes und die größte Rohölstabilisierungsanlage der Welt. Ersten Angaben zufolge führten die Angriffe zu einem drastischen Einbruch der Produktionsmenge. Die Ölproduktion sei um 5,7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Tages-Volumens zurückgegangen, hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtet.

Nach Einschätzungen der Mineralölwirtschaft sollten die Auswirkungen auf Autofahrer hierzulande aber überschaubar bleiben. Aus Saudi-Arabien komme nur wenig Öl nach Deutschland, hieß es beim Branchenverband MWV. Der globale Ölpreis könnte zwar kurzfristig steigen. Ob sich das spürbar und dauerhaft auf deutsche Tankkunden auswirke, sei aber offen.

Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,66 US-Dollar. Das waren 6,44 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 5,59 Dollar auf 60,44 Dollar.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 3

Diskussion: Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ???

Diskussion: Tages-Trading-Chancen am Montag den 16.09.2019
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Rick PerryHeizölDollarÖlpreisÖl


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Anzeige

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel