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Krypto Sparschwein war gestern: Savedroid´s neue Plattform setzt auf Kryptowährungen

Gastautor: Robby Schwertner
17.09.2019, 06:24  |  1044   |   |   

Savedroid ist back! Das Frankfurter Blockchain Startup sammelte letztes Jahr 40 Millionen Euro überwiegend von Kleinanlegern für die Entwicklung einer Spar-Plattform ein. Im April 2018 verspekulierte sich das junge Unternehmen mit einem fraglichen PR-Stunt. Gründer Yassin Hankir verschwand 24 Stunden und gab vor, sich ins Ausland abgesetzt zu haben. Auf der Webseite wurde ein „And it´s gone!“ gezeigt. Investoren waren schockiert, das Team erhielt Morddrohungen. auch die Staatsanwaltschaft schaltete sich wegen Betrugsverdacht ein. 

PR-Stunt

Der CEO löste es auf, meinte, es war ein Scherz und dass er auf die Risiken rund um Kryptowährungen aufmerksam machen wollten. Ein schaler Beigeschmack blieb und Wut bei den betroffenen Investoren. 

Sparschwein-App

Immerhin ging Savedroid daran nicht zugrunde, sondern macht weiter und brachte kürzlich eine „Sparschwein-App“ heraus, die seit Anfang April 2019 im App-Store und im Google Play Store und auch für Apple-Geräte verfügbar ist. Für viele Menschen ist sparen schwierig. Savedroid entwickelte eine Trading App, die das Sparen und gleichzeitig das Einsteigen in Kryptowährungen erleichtert. Fokus liegt auf der Anlage der vier wichtigsten Coins Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash und LiteCoin.

Smoove Sparen

Dabei führt Savedroid den Begriff Smoove ein was sich auch den Wörtern "smart saving move" zusammensetzt. Gemeint sind einfache Sparregeln im Wenn-Dann-Muster, die im Alltag viele kleine Sparumbuchungen auslösen z.B. So kann man fest­legen, dass Geld ge­spart wird, sobald der Nutzer mehr als 50 Mal das Display einschaltet, oder wenn ei­ne vorher festgelegte App mehr als 30 Minu­ten genutzt wurde. 

Was sagt CryptoRobby

Bemerkenswert ist, dass Savedroid zwei verschiedene Apps herausbringt: Eine fokussiert auf den deutschen Markt und hier kann man ausschließlich in Euro anlegen, eine zweite App ermöglicht Sparen mittels Kryptowährungen. Newcomern soll der Einstieg in die Welt der Kryptowährungen erleichtert werden. Die App ist so gestaltet, dass man keine Wallets, keine „private keys“ und auch keine kompliziertes Crypto Exchange Boarding benötigt. Die Apps sorgt im Hintergrund dafür, dass man unkompliziert in Bitcoin&Co anlegen kann. Praktisch. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese neue Sparform durchsetzt. Trotz hübscher UX wird es sicherlich noch länger dauern, bis die App bei neuen NutzerInnen ankommt. Allerdings ist eines ist sicher: Viele PR-Stunts wird sich Savedroid nicht mehr leisten können.

 

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