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Vectron: Startklar für Vectron 2.0 Vectron: Steht die Aktie vor einem gewaltigen Comeback?

Gastautor: Volker Glaser
18.09.2019, 00:59  |  1841   |   |   

Im August 2015 waren wir die erste Publikation, die die Aktie von Vectron entdeckt hatte. Damals handelte das Papier splitbereinigt bei Kursen um 4.60 Euro. In der Spitze hatte sich die Aktie vervielfacht und notierte im Mai 2017 bei Kursen von gut 39 Euro. Danach ging‘s bergab. Der Verkauf von Kassen unterliegt Zyklen. Treiber sind aber stets neue Anforderungen an Kassensysteme durch die Finanzbehörden. Schon damals wurde an der Börse das Thema „Fiskalisierung“ gespielt.

Was in Österreich längst Realität ist, soll in Deutschland ab 2020 durchgesetzt werden. Richtig beflügelt wurde die Aktie von Vectron seinerzeit durch den Trend zur Digitalisierung und einer App, welche den Markt der Gastronomen & Co. aufmischen sollte. Das Vorhaben gescheiterte. Es sorgt an der Börse für Enttäuschung, wenn derartige Erwartungen nicht erfüllt werden, aber es gibt auch immer eine 2. Chance. Vor allem für Unternehmen, die auf eine gesunde Substanz bauen können.

Das substantielle Kerngeschäft bei Vectron ist der Verkauf von Kassensystemen. Mit über 200 000 Installationen ist Vectron ein bedeutender Player unter den Kassenanbietern. Neben der Vectron werden Kassensysteme der Marken Duratec und die iPad-Kasse vertrieben. Jetzt dürfte das Kerngeschäft von Vectron wieder richtig in Fahrt kommen. Die Fiskalisierung steht vor der Tür. Bei unserem Treffen mit Vectron-Vorstand Thomas Stümmler auf der IR-Fahrt von Rüttnauer Research in Wien, hat er keinen Zweifel, dass die Nachfrage nach Kassensystemen wieder dramatisch anziehen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in Q4 dieses Jahres. Denn ab 2020 müssen die Registrierkassen manipulationssicher sein und mit einer zertifizierten, technischen Sicherheitseinrichtung versehen werden. Die Branchenverbände gehen davon aus, dass das Finanzministerium die neue Regelung nunmehr ab dem 01. Januar 2020 in Kraft setzt. Allerdings wird’s wohl bis Ende September des kommenden Jahres noch keine Sanktionen geben, wenn die neue Regelung nicht rechtzeitig umgesetzt wird. „Insgesamt diskutieren wir über ein Volumen alleine für uns von bis zu 150 Mio. Euro, was wir in einem Jahr ohnehin gar nicht umsetzen können“, sagt Stümmler. Die Umstellung erfordert neue Kassen, da alte Systeme nicht aufrüstbar sind. In wenigen Wochen dürfte seitens der Finanzbehörden Klarheit herrschen, wie die Fiskalisierung nun exakt umgesetzt werden soll. In Österreich sorgte die Umstellung für eine Umsatzexplosion bei Kassenanbietern. Vectron wird einen Großteil der Ernte in 2020 und 2021 einfahren. Bereits in 2020 könnte das Kerngeschäft einen Umsatz von mindestens 40 Mio. Euro ausmachen. Die Annahmen gelten als konservativ. Vom Zahlenwerk 2019 sollten Sie nicht zu viel erwarten. Haken Sie 2019 einfach schon mal ab.

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