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OTS KfW / Klimatologin Friederike Otto warnt vor Zunahme der Hitzewellen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.09.2019, 11:17  |  217   |   |   

Klimatologin Friederike Otto warnt vor Zunahme der Hitzewellen Frankfurt am Main (ots) -

- Gespräch mit dem KfW-Chef Günther Bräunig
- Klimadossier auf KfW Stories

Die Hitzewelle zwischen Mai und August 2017 sei ein "absoluter Game Changer" gewesen, sagte die Klimaforscherin Friederike Otto im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der KfW Günther Bräunig. "Danach wurde klar, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für solche Ereignisse um mehrere Größenordnungen erhöht hat. Auch wir wurden überrascht."

Die Geschäftsführerin des Environmental Change Institute der Universität Oxford Friederike Otto gilt als Mitbegründerin der so genannten Attributionsforschung. Dabei werden Zusammenhänge und Wahrscheinlichkeiten berechnet: So wird das Auftreten eines Extremwetterereignisses in einer Welt mit Klimawandel mit dessen Auftreten in einer Welt ohne Klimawandel verglichen. "Wenn wir feststellen, dass das, was heute ein 30-Jahres-Ereignis ist, in der Welt ohne Klimawandel im Schnitt nur alle 300 Jahre auftreten würde, können wir sagen, dass sich aufgrund des Klimawandels die Wahrscheinlichkeit verzehnfacht hat und klare Verbindungen aufzeigen", so Otto.

Wenn man wisse, wo die Verletzlichkeiten von bestimmten Ländern und Regionen liegen, könne die Forschung den Finanzierern von Klimamaßnahmen eine Hilfestellung bieten: "Möchten Sie also Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel finanzieren, können wir Ihnen sagen, in welchen Fällen das angebracht ist und in welchen Fällen nicht", so Otto an Bräunig.

Günther Bräunig sagte: "Strukturwandel zu finanzieren ist unsere primäre Aufgabe - ob der nun durch die Digitalisierung veranlasst ist oder eben durch den Klimawandel. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten 20 Jahren erheblich ins Klima investieren müssen. Die europäischen Entwicklungsbanken werden da eine große Rolle spielen." Die KfW finanziere bereits heute im Jahr ein Neugeschäft von etwa 75 Milliarden Euro. Davon sind 40 Prozent allein nur für Klima- und Umweltschutz. "So eine Bilanz hat keine andere Bank", so Bräunig.

Otto prophezeit außerdem, dass ihre Attributionsstudien zu zentralen Bausteinen künftiger Klimaklagen werden. Dabei dreht es sich um den Anteil, der sich einem Konzern oder einem Staat an einer Dürre, einer Überschwemmung oder einem Wirbelsturm zuweisen lässt.

Das vollständige Interview lesen Sie auf http://ots.de/zUf62e

Das KfW-Dossier "Unser Klima" bietet neben Finanzierungsbeispielen eine interaktive CO2-Weltkarte sowie einen Animationsfilm zum Thema Circular Economy: www.kfw.de/stories/dossier-klimawandel

OTS: KfW
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Kommunikation (KOM) Alia Begisheva,
Tel. +49 (0)69 7431 4126, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
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