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Marktkommentar: Dr. Jörg Zeuner (Union Investment): Wackelt das deutsche Modell?
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Dr. Jörg Zeuner (Union Investment): Wackelt das deutsche Modell?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
18.09.2019, 14:05  |  689   |   |   

In Europa entscheidet sich, ob die deutsche Wirtschaft zum Auslaufmodell wird.

Einst Zugpferd, nun ökonomisches Schlusslicht in der Eurozone: Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,1 Prozent geschrumpft. Vor allem Brexit und Handelsstreit, aber auch die schwierige wirtschaftliche Lage in der Türkei setzen besonders den deutschen Unternehmen zu. Kein Wunder also, dass hierzulande Sorgen vor einer Rezession aufkommen. Ist unsere Old Economy für die Herausforderungen unserer Zeit von Klimawandel bis Digitalisierung nicht ausreichend gewappnet? Der Aktienmarkt sieht es so. Was muss sich ändern, damit die deutsche Wirtschaft wieder auf Trab kommt?

Deutschland profitierte stark von der Einführung des Euro. Damals stiegen die Nettoexporte in die Eurozone immens an. Erst die Eurokrise setzte diesem Boom ab dem Jahr 2009 ein Ende. Doch die deutschen Firmen wussten sich zu helfen. Deutschlands Paradeindustrien, die Maschinenbau-, Auto- und Chemiebranche, verlagerten ihre Absatzmärkte nach Großbritannien, in die USA und nach China. Die Investitionen folgten oft. Der Aufstieg Chinas und die hohe Konsumnachfrage in den USA erfreuten die BMWs und BASFs hierzulande. Doch mit zunehmendem Protektionismus – ob in den USA oder in Großbritannien – und dem zuletzt weiter eskalierenden Handelsstreit kommt die Globalisierung ins Stocken. Deutschland spürt die Wucht des sich abschwächenden Welthandels stärker als andere – und ist so zum ökonomischen Schlusslicht in der Eurozone mutiert.

Kein IT-Eldorado in Europa

Neben dem eingetrübten Welthandel und dem Ende des globalen Investitionsbooms leidet die deutsche Firmenlandschaft auch unter strukturellen Problemen. Der DAX 30-Index zeigt, dass die Stärke der deutschen Wirtschaft vor allem in der exportorientierten Old Economy liegt. Industrie-, Chemie-, Auto- und Finanzbranche machen derzeit fast zwei Drittel des Index aus. In den USA sind es nur knapp 40 Prozent. Dafür ist die New Economy, darunter fallen wachstumsorientierte Zukunftsbranchen wie IT und Biotechnologie, in den USA besser repräsentiert. Der IT-Sektor macht am S&P 500-Index knapp ein Viertel aus, während es beim DAX 30-Index nur 14 Prozent sind. Der schleppende Breitband- und Mobilfunkausbau, das wenig vorhandene Risikokapital und kaum Unterstützung vonseiten der Großbanken sorgen nicht gerade für ein Eldorado für IT-Startups.

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