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WDH/GESAMT-ROUNDUP: USA verschärfen Sanktionen gegen Iran - Spannungen
Foto: Ozgur Guvenc - 123rf Stockfoto

WDH/GESAMT-ROUNDUP USA verschärfen Sanktionen gegen Iran - Spannungen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.09.2019, 23:58  |  716   |   |   

(Entfallenes Wort "nicht" im 2. Satz des 2. Absatzes ergänzt)

WASHINGTON/RIAD/TEHERAN (dpa-AFX) - Nach den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien will US-Präsident Donald Trump die Sanktionen gegen den Iran "bedeutend verstärken". Er habe Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, das in die Wege zu leiten, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter. US-Außenminister Mike Pompeo machte den Iran am Mittwoch erneut für die Angriffe verantwortlich und sprach von einem "kriegerischen Akt". "Das war ein iranischer Angriff", sagte Pompeo nach Angaben des US-Senders CNN am Mittwoch vor der Landung in Dschidda. Dort wollte er mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über eine Reaktion beraten.

Die Huthi-Rebellen im Jemen, die sich zu den Angriffen am vergangenen Samstag bekannt hatten, bezeichnete Pompeo als "Lügner", wie CNN berichtete. Er sagte, die Geheimdienste seien "sehr zuversichtlich", dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen nicht über die eingesetzten Waffen verfügten. Dabei habe es sich um Marschflugkörper und Drohnen gehandelt. Die Führung in Teheran wies am Mittwoch erneut alle Beschuldigungen zurück. Die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen haben die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten befeuert.

Trump machte zunächst keine Angaben dazu, welche Sanktionen verschärft werden sollen. Die US-Regierung hat bereits weitgehende Sanktionen gegen iranische Banken, Unternehmen der Öl- und Gas-Branche, das Waffenprogramm des Landes sowie führende Vertreter von Regierung und Militär verhängt. Am Wochenende hatte Trump nach den Angriffen auf Saudi-Arabien noch mit Vergeltungsschlägen gedroht. Es blieb am Mittwoch zunächst unklar, ob die Ankündigung neuer Sanktionen gegen den Iran eine militärische Antwort der US-Regierung nun weniger wahrscheinlich macht.

Auch ein saudischer Militärsprecher machte den Iran für die Angriffe mitverantwortlich. Der Iran stehe "ohne Frage" hinter den Angriffen, sagte Turki al-Malki in Riad. Bei dem Angriff auf die Ölraffinerie in Abkaik seien insgesamt 18 Drohnen eingesetzt worden, bei der Attacke auf die Ölanlagen in Churais insgesamt sieben Marschflugkörper. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Raketen nicht aus dem Jemen abgefeuert worden sein könnten, sondern aus dem Norden gekommen seien. Nördliche Nachbarn Saudi-Arabiens sind der Irak und Iran.

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Kommentare

Mir fällt gerade so auf, dass iranische Drohnen offenbar ihren Zweck Recht zielsicher erfüllen. Vielleicht sollte sich lieber das Verteidigungsministerium darum bemühen dort welche kaufen, nachdem Ex- Verteidigungsminister Thomas der Maiziere über eine halbe Milliarde Euro deswegen in den Sand gesetzt hat ohne zufriedenstellendes Ergebnis.
Im übrigen wurde er deswegen nicht zur Rechenschaft gezogen. Nein, er wurde danach noch als Innenminister befördert, der den nächsten großen Fehler fabrizierte und über sechs Millionen Flüchtlinge ins Land holte.
Wieder wahrscheinlich alles ohne Absicht geschehen, wie er in seinem letzten Skandal bereits beteuerte ...

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