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Abgasskandal Sind auch Euro-6-Diesel manipuliert? – Bundesverkehrsministerium widerspricht!

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Gastautor: Markus Mingers
19.09.2019, 16:17  |  1190   |   

Der Dieselskandal aus dem Jahr 2015 hat die wohl größte Krise in der Geschichte des VW-Konzern ausgelöst. Nun folgten Gerüchte, dass auch neue Diesel-Fahrzeuge betroffen sein sollen. Ob dies der Wahrheit entspricht? Wir klären auf!

 

 

SWR legt konzerninterne Dokumente vor

 

 

Der Südwestrundfunk berichtete kürzlich, dass Euro-6-Diesel des VW-Konzerns ebenfalls von den Abgasmanipulationen betroffen sind. Dies soll laut dem Sender aus internen Dokumenten hervorgehen, die diesem vorliegen.

 

Laut Bericht soll dieser Diesel-Motor EA288 bei den Modellen Tiguan, Passat und Golf verwendet worden sein. Darüber hinaus stehen auch Modelle der anderen Marken des VW-Konzerns im Fokus, wie beispielsweise Audi, Seat oder auch Skoda. Konkret soll VW noch bis Mitte 2016 betrogen haben und eine Abschalteinrichtung und eine Zykluserkennung verwendet haben, die im Prüfstand einen anderes Emissionsergebnis bewirken.

 

Durch sogenannte „Fahrkurven“ haben Fahrzeuge die Möglichkeit, zu erkennen, ob es sich auf dem Prüfstand befindet. Prinzipiell ist ein Einbau dessen auch nicht verboten, solange sie nicht der Abgassteuerung dienen. Laut SWR-Bericht waren diese Fahrkurven wohl bis Mitte 2016 in der Software des Motos enthalten, wurden dann aber entfernt. Somit enthalten wohl Autos mit dem EA288 Motor aus den Jahren 2012 bis 2016 diese Fahrkurven.

 

 

VW und Bundesverkehrsministerium dementieren Vorwürfe

 

 

Volkswagen reagierte auf die Vorwürfe allerdings mit einem Dementi. Ein Volkswagen-Sprecher ließ verlauten, dass sich keine unzulässige Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen befinden würden und die eingebauten Fahrkurven keinen Einfluss auf die Emissionswerte haben. Auch das Bundesverkehrsministerium schloss sich dem an und sprach davon, dass keine neuen Erkenntnisse vorliegen, die diesen Verdacht bestätigen.

 

Schon im Jahr 2016 kamen derartige Gerüchte auf, woraufhin das Kraftfahrt-Bundesamt die Untersuchungen aufnahm. Bei den folgenden Analysen wurde allerdings keine unzulässige Abschalteinrichtung festgestellt.

 

 

Abgasskandal bewirkt schwere Konzernkrise

 

 

Das Bekanntwerden des Abgasskandals im Jahr 2015 traf den VW-Konzern schwer. Neben dem immensen Imageschaden musste Volkswagen Milliarden an Rechtskosten aufwenden. Hinzu kommen weitere Ermittlungen gegen ehemalige Manager und den Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Aktuell stehen zahlreiche Verfahren gegen Kunden an, die ihr Recht einklagen wollen. Ein Ende des Abgasskandals ist daher noch lange nicht in Sicht.

 

 

Jetzt handeln! – Ihre Chancen stehen besser denn je

 

 

Für Betroffene des Abgasskandals existieren zwei Möglichkeiten. Zum einen können Sie Ihre Autofinanzierung widerrufen, woraufhin Sie die bereits gezahlten Raten zurückerhalten. Im Gegenzug zahlen Sie eine Nutzungsentschädigung, aber können Ihr Schummel-Auto abgeben.

 

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Bei weiteren Fragen zum Thema “Abgasskandal”, wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers & Kreuzer! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular auf unserer Website. Weitere Rechtsnews finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt im Bereich Wirtschaft sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 13 Jahren ist er als Anwalt tätig und Inhaber von Mingers & Kreuzer Rechtsanwälte. Von mehreren Kanzleistandorten u.a. Köln, München oder Jülich aus erstreitet er mit seinem Team Gelder aus Themen und Urteilen, die dem Verbraucher bis dahin unbekannt sind. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal und LKW Kartell. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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