DAX-0,17 % EUR/USD+0,42 % Gold-0,13 % Öl (Brent)0,00 %

WDH/ROUNDUP 4 Sorge um Klimawandel treibt weltweit Hunderttausende auf Straßen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.09.2019, 18:49  |  344   |   |   

(Überzählige Null im zweiten Absatz, erster Satz beseitigt: 270 000 rpt 270 000)

BERLIN (dpa-AFX) - Tanz, Trommeln und Blockaden: Für einen entschiedeneren Kampf gegen die Erderwärmung sind in Deutschland und rund um den Globus am Freitag Hunderttausende auf die Straße gegangen. Die Jugendbewegung Fridays for Future hatte erstmals ausdrücklich auch Erwachsene aufgerufen, sich an den Freitagsprotesten zu beteiligen.

Der Zulauf in Deutschland war groß: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten etwa 270 000 Menschen auf die Straße, die Polizei ging von "mehreren Zehntausend" aus. In Köln waren es laut Veranstalter 70 000, in Hamburg laut Polizei 70 000. In München und Hannover beteiligten sich gut 25 000 Menschen, und selbst in kleineren Städten wie Münster und Freiburg waren es rund 20 000. Fridays for Future erklärte, 1,4 Millionen Menschen hätten in der Bundesrepublik demonstriert.

In Paris gingen einem Bericht des Nachrichtensenders Franceinfo zufolge rund 10 000 Menschen auf die Straße, in der belgischen Hauptstadt Brüssel waren es nach Angaben der Polizei etwa 15 000. In London waren es nach Angaben der Veranstalter sogar 100 000 - Schätzungen der Polizei lagen zunächst nicht vor.

Auch unter anderem im südafrikanischen Johannesburg, dem indischen Delhi und in Athen gab es Demonstrationen. Allein in Australien folgten rund 300 000 Menschen dem Protestaufruf, wie die Veranstalter mitteilten.

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg äußerte sich in Stockholm zufrieden über den Zuspruch zu den weltweiten Protesten. "Es ist unglaublich, was wir zusammen erreicht haben. Es ist ein historischer Tag", sagte sie, während die überwiegend jungen Schweden immer wieder jubelten und "Greta, Greta!" riefen.

Die von Thunberg angestoßene Klimabewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.

In ganz Deutschland waren in Dutzenden Städten mehr als 570 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Auf Plakaten waren Slogans zu lesen wie "Ihr habt verschlafen, wir sind aufgewacht", "Hört auf, uns zu verKOHLEn", "Kurzstreckenflüge nur für Bienen" oder "Dieser Planet wird heißer als mein Freund". In Berlin standen drei Menschen auf abtauenden Eisklumpen unter einem Galgen - mit einer Schlinge um den Hals. Vereinzelt wurden von Gruppen wie Extinction Rebellion Straßen blockiert, unter anderem in Frankfurt und Berlin. In Frankfurt drangen Protestierer in die Paulskirche ein. Für die internationale Streikwoche, die nun begonnen hat, haben Aktivisten Proteste in mehr als 2900 Städten in über 160 Staaten angekündigt.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 2
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
DeutschlandBerlinKlimawandelKohleKlimaschutz


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel