wallstreet:online
42,00EUR | -0,10 EUR | -0,24 %
DAX-0,14 % EUR/USD-0,14 % Gold+0,01 % Öl (Brent)0,00 %
GESAMT-ROUNDUP/Golfkrise: Trump wirbt für Zurückhaltung, Iran droht mit Krieg
Foto: Chris Boswell - 123rf Stockfoto

GESAMT-ROUNDUP/Golfkrise Trump wirbt für Zurückhaltung, Iran droht mit Krieg

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.09.2019, 19:18  |  1320   |   |   

WASHINGTON/RIAD/TEHERAN (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit dem Iran neue Sanktionen angekündigt und gleichzeitig seinen Kurs der militärischen Zurückhaltung verteidigt. Er könne jederzeit "innerhalb von einer Minute" einen Militärschlag beispielsweise gegen 15 wichtige Ziele im Iran anordnen, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er wolle das aber möglichst vermeiden. An die Adresse von Kritikern, die ihm Schwäche vorwerfen, sagte Trump: "Meiner Meinung nach zeigt das Stärke."

Die US-Regierung verhängte knapp eine Woche nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien neue Sanktionen gegen Irans Zentralbank und Staatsfonds wegen angeblicher Finanzierung terroristischer Aktivitäten. "Wir haben jetzt alle Einkommensquellen des Irans abgeschnitten", sagte Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA warnten alle Regierungen, nicht mehr mit Irans Zentralbank zu kooperieren.

Die beiden Institutionen hätten den Iranischen Revolutionsgarden und schiitischen Milizen - die Washington als Terrororganisationen einstuft - Milliarden Dollar und Euros zukommen lassen, hieß es. Die US-Regierung hatte die Zentralbank bereits zuvor zum Ziel von Sanktionen gemacht. Nun dürfte Irans bereits stark eingeschränkter Zugang zum internationalen Finanzsystem noch weiter erschwert sein.

Präsident Trump erklärte: "Es ist schade, was mit Iran passiert. Es geht den Bach runter", sagte Trump. "Sie müssen nur mit dem Terrorismus aufhören", erklärte er. "Die Sanktionen funktionieren."

US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran für die Angriffe auf Ölanlagen am vergangenen Samstag verantwortlich gemacht. Der Iran weist das zurück. Die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu den Angriffen bekannt. Trump sagte, er werde nun mit Pompeo und dem Pentagon über das weitere Vorgehen beraten.

In Trumps eigener Partei mehrten sich unterdessen Rufe nach einem militärischen Vorgehen gegen den Iran. Der republikanische Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham erklärte, er hoffe, das Verteidigungsministerium werde Trump gute Optionen für Vergeltungsschläge geben. "Es gibt Stufen zwischen Schwäche zeigen und totalem Krieg", schrieb er auf Twitter. Trump hatte bereits im Juni nach dem Abschuss einer Drohne des US-Militärs einen bevorstehenden Militärschlag gegen den Iran nach seinen Worten in letzter Minute abgesagt.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 2

Diskussion: Ölpreise legen zu

Diskussion: Ajatollah: Der Iran wird bei US-Militärschlag Israel vernichten
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Iran KriegIran KonfliktÖlUSAZentralbank


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel