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Forscher Quaschning Klima-Maßnahmen nicht ambitioniert genug

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.09.2019, 12:01  |  231   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Der Wissenschaftler Volker Quaschning hat die Klimaschutz-Vereinbarungen der großen Koalition scharf kritisiert. Die Regierung tue so, "als ob wir 200 Jahre Zeit hätten. Dann wären die Maßnahmen gut, aber nicht bei 15 Jahren", sagte Quaschning am Samstag der RTL/n-tv-Redaktion. In dem vorgelegten Eckpunktepapier erkennt Quaschning demnach "keine Logik und keinen Sachverstand". Mit Blick auf die künftige CO2-Bepreisung bemängelte er, dass sie erst in zwei Jahren einsetze und wesentlich zu niedrig sei. "Man hat sich nicht einmal getraut, diesen Mikroschritt in diese Legislaturperiode zu legen", so Quaschning.

Der Forscher ist Mitinitiator der Scientists for Future. Die Wissenschaftler-Gruppe steht an der Seite der Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future.

Nach dem am Freitag vereinbarten Klimapaket soll ein CO2-Preis im Verkehr und bei der Wärmeerzeugung einen Schub für klimafreundliche Antriebe und Heizungen auslösen. Starten soll die Bepreisung von Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas 2021 zunächst mit einem Festpreis für Verschmutzungsrechte von 10 Euro pro Tonne CO2.

Quaschning sagte dazu, eine Bepreisung von zehn Euro pro Tonne CO2 "bedeutet umgerechnet, dass man etwa drei Cent pro Liter Sprit mehr zahlt. Wenn ich eine Straße weiter zur nächsten Zapfsäule fahre, habe ich auch drei Cent pro Liter Unterschied. Das wird keinen Menschen dazu bringen, weniger Auto zu fahren."/seb/DP/zb

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