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Mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump belastet die Börse Trump enorm unter Druck – die Wall Street demnächst auch?

29.09.2019, 23:58  |  1774   |   |   

Dem US Präsidenten Donald Trump droht nun ein Amtsenthebungsverfahren, weil er angeblich in einem Telefonat den ukrainischen Präsidenten Selenskyi aufgefordert haben soll, Ermittlungen gegen seinen Widersacher John Biden vorzunehmen. Für die Demokraten ist die Abhörung des Telefonats ein gefundenes Fressen. Neben dem möglichen Amtsenthebungsverfahren muss Trump nun aber auch bei den neuen Gesprächen zur Schlichtung des Handels- und Zollkriegs mit China am 10. Oktober „liefern“, sonst droht eine Rezession in 2020. Der noch nicht gelöste Konflikt mit dem Iran tritt daher im Moment in den Hintergrund ebenso wie der geplante Brexit am 31. Oktober. Nun fragen sich viele Anleger, ob es einen Oktober-Crash aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten geben könnte. Die Notenbanken haben geliefert, aber reicht das aus? Gold und Silber notieren seitwärts. Der Bitcoin gab zuletzt stark nach. Die Moskauer Börse bleibt aber einer der Top-Performer unter den Weltbörsen. "Red Chips" aus Russland performen bisher besser als westliche "Blue Chips"! Welche neuen Chancen und Risiken jetzt zu beachten sind, wird auch beim nächsten Ostbörsen-Seminar "Go East - Hochprozentiges aus Osteuropa" am 3.12.19 in Frankfurt/M diskutiert, aber auch im nächsten Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de). Die beiden Muster-Depots im EST erreichten sich ein Plus von 60 Prozent bzw 38 Prozent. Andreas Männicke gibt seine Einschätzung aber auch im neuen EastStockTV-Video, Folge 171 unter www.YouTube.com.

Trump droht wegen der Ukraine-Affäre ein Amtsenthebungsverfahren durch die Demokraten

 

Dem US-Präsidenten Donald Trump droht ein von den Demokraten eingeleitetes Amtsenthebungsverfahren, weil er in einem Telefonat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi aufgefordert haben soll, neue Ermittlungen gegen seinen Widersacher Joe Biden vorzunehmen. John Biden hatte Anfang 2018 den damaligen ukrainischen Präsidenten Poroschenko unter Druck gesetzt, den damaligen Generalstaatsanwalt Schokin, da dieser Ermittlungen gegen das Erdgasunternehmen Burisma, wo Bidens Sohn Hunter Biden im Verwaltungsrat saß. Hunter Biden hatte keinerlei Kenntnisse im Erdgasgeschäft und wurde dort nur über die Beziehungen seines Vaters in den Verwaltungsrat von Burisma berufen. Hunter Biden ist das „schwarze Schaf“ der Familie, dem Sex- und Drogeneskapaden nachgesagt werden.

 

Was ist die Geschichte hinter de Geschichte?

 

Auf Druck von Joe Biden wurden hernach die Ermittlungen gegen das Energieunternehmen Burisma eingestellt, weil Joe Biden Poroschenko damals drohte, Milliarden-Kredite an Ukraine zu stoppen. Der damalige Generalstaatsanwalt Schokin wurde auch durch Poroschenko abgesetzt. Auch das dürfte in der Tat ein Fall des Amtsmissbrauchs durch Biden gewesen sein, denn Biden war damals immerhin schon Vize-Präsident hinter Obama. Nun aber muss sich Trump zunächst verantworten, dass er keinen Machtmissbrauch in dem besagten  mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyi im Juli  betreiben habe und auch keinen Druck auf den ukrainischen Präsidenten ausgeübt hat.

 

Belauscht der CIA Trump?

 

Noch unklar ist, wer der Whistleblower war. In jedem Fall war die Abhörung illegal. Angeblich war es ein CIA-Agent, der seine Identität nicht preisgegen will. Trumps Sondergesandte für die Ukraine Kurt Volker trat bereits zurück. Trump spricht von einer ungeheuren Hexenjagd gegen sich. In einer Video-Botschaft appelleirt er an seinen er an seine Wähler, das unredliche Vorgehen der Demokraten gegen ihn entsprechend zu würdigen.

 

Trump droht China erneut beim Handelsstreit

 

Neben dem möglichen Amtsenthebungsverfahren steht Trump am 10. Oktober unter Druck, bei US-Handelsstreit mit China endlich zu positiven Ergebnissen zu kommen, da es sonst zu einem starken wirtschaftlichen Abschwung im nächsten Jahr in den USA kommen könnte und dies will er in seinem Wahljahr tunlichst vermeiden. Trump droht schon chinesischen Unternehmen von der New Yorker Börse zu verdammen, obwohl er hierzu gar nicht die Befugnis hat. Eskalierte der Handelsstreit mit China erneut, könnten auch die Kurse an der Wall Street einbrechen. Auch der Ölpreis würden dann strak fallen, ebenso wie Industriemetalle.

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