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Kryptowährungen Digitales Zentralbankgeld: Das sagt die Deutsche Bundesbank

08.10.2019, 10:42  |  3102   |   |   

Nach der Veröffentlichung der Blockchain-Strategie der Bundesregierung, geht in Deutschland die Diskussion um die Einführung von Digitalem Zentralbankgeld weiter. Kommt der Bundes-Coin schon bald? Wir haben bei der Deutschen Bundesbank nachgefragt.  

Am 18. September 2019 hat die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie verabschiedet. In dem Papier heißt es: "Die Bundesregierung [wird] den bereits bestehenden Dialog mit der Deutschen Bundesbank zu Digitalem Zentralbankgeld weiter ausbauen, um den aktuellen Stand der Entwicklung auszuloten."

Wallstreet:Online bat die Deutsche Bundesbank um eine Stellungnahe bezüglich des Entwicklungsstandes von Digitalem Zentralbankgeld. Per E-Mail erklärte Deutschlands Zentralbank: „Die Bundesbank steht mit dem BMF im engen Austausch zu den in der Blockchain-Strategie genannten Themen, soweit sie einen Bezug zu den Aufgaben der Bundesbank aufweisen“. Und weiter: „Die Bundesbank verfolgt die aktuellen Diskussionen zur Einführung digitalen Zentralbankgeldes sowie entsprechende Überlegungen in anderen Ländern intensiv. Im Übrigen handelt es sich dabei um eine Frage, die für den Euro gar nicht von der Bundesbank allein entschieden werden könnte. Vielmehr läge hier die Kompetenz beim Europäischen System der Zentralbanken.“

Im Weiteren verwies die Bundesbank auf ihren Monatsbericht vom Juli 2019. Darin heißt es: „Digitales Zentralbankgeld in dieser umfassenden Variante für die Zahlungsabwicklung bietet aus heutiger Sicht nur geringe erkennbare Vorteile.“ Und weiter: „Aus Sicht der Bundesbank besteht deshalb derzeit keine Notwendigkeit für die Einführung von digitalem Zentralbankgeld in dieser umfassenden Form.“

Bereits Ende Mai 2019 hatte sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann vehement gegen die Einführung von Digitalem Zentralbankgeld ausgesprochen. Im Krisenfall könnten Anleger versuchen ihr Geld von ihren Konten abzuziehen und in sicheres Digitales Zentralbankgeld umzuschichten. Dieses sei laut Weidmann eine Gefahr für die Finanzmarktstabilität. Gegenüber der FAZ hatte er erklärt: „Digitales Zentralbankgeld für einen breiten Nutzerkreis hätte – je nach Ausgestaltung – möglicherweise gravierende Auswirkungen.“

Andere Länder sind Deutschland in der Entwicklung von staatlichen Digitalwährungen weit voraus. In Schweden sind die Vorbereitungen für die Einführung der e-Krone bereits weit fortgeschritten. So würden bereits Partner für technische Fragen rund um die staatliche Digitalwährung gesucht, berichtete Business Insider Ende August.

Autor: Ferdinand Hammer




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