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Berlin Erste Zahlen bestätigen rückläufigen Investitionstrend in der Baubranche, so die IBB

08.10.2019, 11:46  |  3925   |   |   

Laut der jüngsten IBB-Studie zur Wirtschaft der Hauptstadt, konnten für die Bauwirtschaft von Januar bis Juli 2019 sinkende Umsätze und ein Rückgang bei den Auftragseingängen festgestellt werden. Auf der anderen Seite fehlen tausende Neubauwohnungen.

"Die Trends bei den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe zeigen deutlich nach unten", so die Autoren der IBB-Studie: Berlin Konjunktur. Im ersten Halbjahr 2019 seien 4,6 Prozent weniger Bauauftragseingänge erfasst worden. Auch beim Umsatz musste das Baugewerbe erhebliche Einbußen hinnehmen: Minus 5,5 Prozent. Im größten Sektor, dem Wohnungsbau, verzeichnete man einen Umsatzrückgang um 48,7 Millionen Euro (-4,1 Prozent), während es beim Wirtschaftsbau 47,7 Millionen Euro weniger waren.

Im Segment Wohnungs-Neubau waren es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 7,7 Prozent weniger Baugenehmigung. Beim Aus- und Umbau von Wohnungen verzeichnete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg einen Rückgang von 1,9 Prozent. Neben einem Rückgang bei den Baugenehmigungen, rechnet die IBB mit der Fertigstellung von 17.000 Neubauwohnungen in diesem Jahr, was den statistischen Bedarf von 20.000 Wohnungen pro Jahr deutlich unterschreitet. Auch im Vorjahr wurden die Erwartung verfehlt, denn nur 15.706 Wohnungen wurden bezugsfertig übergeben.

Somit dürfte die Anzahl genehmigter aber nicht fertiger Wohnungen in Berlin weiter deutlich steigen. Der Rekord-Überhang nicht fertiggestellter Wohnungen beläuft sich auf 63.403 Wohnungen. Laut IBB wächst die Nachfrage nach Wohnungen kontinierlich weiter. Ein Rückgang der Investitionstätigkeit und eine Einschränkung der Bauaktivität - vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und bereits ausgelasteter Kapazitäten - dürften die Situation am Wohnungsmarkt weiter verschärfen.

IBB-Wohnungsmarktbarometer 2019 bestätigt Schieflage

„Die Ergebnisse der aktuellen IBB Barometerbefragung zeigen deutlich, dass sich der Berliner Wohnungsmarkt weiter in schwierigem Fahrwasser befindet. Anlass zur Sorge geben dabei die Einschätzungen des Investitionsklimas. Dies muss vor allem vor dem Hintergrund zu denken geben, dass trotz der Neubaudynamik viele Wohnungen fehlen“, sagte Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB.

In der Studie, an der über 200 Experten der Berliner Wohnungswirtschaft teilnahmen, wird das aktuelle Investitionsklima für den Neubau von Mietwohnungen als unterdurchschnittlich eingestuft. Auch der Ausblick ist eher skeptisch, denn man rechnet für die nächsten drei Jahre mit weiteren Eintrübungen in allen Teilbereichen.

Es wurde nochmals deutlich, dass die zentralen Probleme am Wohnungsmarkt um folgenden Themen kreisen: 1. Bereitstellung von Baugrundstücken, 2. schnellere Verfahren zur Schaffung von Baurecht und 3. die schärfere Profilierung des Neubaus als politisches und gesellschaftliches Ziel.

 





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