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Darum fällt die Wirecard-Aktie nach Mordsprognose: Fragen im Fokus?!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
09.10.2019, 12:05  |  1180   |   |   

Es ist irgendwie schon eine verzwickte Sache mit der Aktie von Wirecard (WKN: 747206). Obwohl der innovative Zahlungsdienstleister am heutigen Dienstag eine stark revidierte Prognose abgegeben hat, die gewaltige Sprünge sowohl beim Transaktionsvolumen als auch bei den Umsätzen und beim Ergebnis vorsieht, sinkt das Papier.

Allein bis Dienstagmittag sank das Papier in der Spitze um über 4 %, obwohl es sich hierbei doch eigentlich um positive Nachrichten handeln sollte. Oder etwa nicht?

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Zumindest die Investoren scheinen jedenfalls nicht sonderlich begeistert zu sein, was durchaus Gründe haben könnte. Schauen wir im Folgenden daher einmal, ob eine solche Reaktion gerechtfertigt erscheint, oder ob das nicht vielleicht überzogen ist.

Höhere Erwartungen und Fragen

Es ist natürlich keine Überraschung, dass die Anhebung der Prognosen zu den Themen des heutigen Handelstags gehört. Analysten lassen sich bereits über die frischen Aussichten aus, genauso wie die Börsenmedien. Auch wir haben bereits geliefert, wie du hoffentlich bereits mitbekommen hast.

Der Grund, weshalb die Aktie am heutigen Dienstag jedoch im Nachgang dieser Prognose ein wenig einknickte, scheint dabei zweierlei Gründe zu besitzen. Einerseits, so gängige Börsenmedien, war wohl die Erwartungshaltung noch höher. Ich mein, hey, eine teilweise deutlich angehobene Prognose im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu vorher und damit einhergehend nun ein noch stärkeres Umsatz-, Transaktionsvolumens- und auch Ergebniswachstum reichen scheinbar nicht aus. Da stellt sich mir die Frage, ob die vorherige Prognose nicht vielleicht sogar besser gewesen wäre?

Andererseits haben einige Analysten wohl Fragen. Fragen insbesondere die die Margen betreffen, denn gemäß dieser neuen Prognose könnte Wirecard weniger profitabel sein. Bei einer Prognoseanhebung von 20 % bei den Umsätzen sowie lediglich 15,15 % beim Ergebnis scheint es eine kleinere Diskrepanz zu geben, die nach Antworten verlangt, so scheinbar der Tenor, wenn ich das derzeit richtig interpretiere.

Bitte was?!

Ich hoffe, dir eine ähnliche Reaktion entlocken zu können, denn eigentlich bin ich baff. Zugegeben, der Gesamtmarkt ist heute ebenfalls schwächer, nichtsdestoweniger ist die Wirecard-Aktie heute eindeutig auf der Verliererseite. Trotz dieser brisanten Prognose.

Um das an dieser Stelle noch einmal, vielleicht sogar ganz klar zu formulieren: Wirecard wird in den kommenden knapp sechseinhalb Jahren voraussichtlich 100 Milliarden Euro mehr Transaktionsvolumen vorweisen können. Und 2 Mrd. Euro mehr Umsatz. Sowie ein höheres Ergebnis von 500 Mio. Euro. Oder, wenn es dann klarer ist: Auch das ist mehr. Die kleineren Fragen bezüglich der Profitabilität sollten daher eigentlich nicht sonderlich stark ins Gewicht fallen, denn mehr ist meiner Meinung nach einfach mehr.

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