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Marktkommentar: Sébastien Galy (Nordea): Positionierung für einen Seitwärtsmarkt
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Sébastien Galy (Nordea): "Positionierung für einen Seitwärtsmarkt"

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.10.2019, 11:05  |  304   |   |   

Ausblick für das vierte Quartal 2019: Positionierung für einen Seitwärtsmarkt

Während die Weltwirtschaft auf eine strukturelle und konjunkturelle Abschwächung zusteuert, ist die Attraktivität von festverzinslichen Wertpapieren und teilweise auch von Kreditpapieren offensichtlich. Wir sehen Wert in der europäischen Peripherie, im europäischen Kreditgeschäft (einschließlich der hochsicheren Pfandbriefe) und in einigen Finanzschulden. Darüber hinaus ist der Ausblick für Aktien nach zwei Quartalen einer leichten Ertragsrezession eher verhalten. Dies führt zu einer etwas verhaltenen Aktienrendite, während die Lockerungspolitik der Zentralbanken die Abwärtsbewegung begrenzen und letztendlich die Aufwärtsentwicklung unterstützen dürfte. In einem solchen Umfeld seitwärts tendierender Märkte bevorzugen wir weiterhin widerstandsfähige Portfolios und defensive Aktien wie börsennotierte Immobilien und Infrastrukturtitel als Teil einer breiteren Diversifikation. Absolute Return-Strategien tragen weiterhin dazu bei, das Risiko-Rendite-Profil zu verbessern. Allerdings sind nicht alle dieser Strategien gleich.

Der Kampf der Titanen

Die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China haben eine schwierige Wendung genommen, da China von früheren Zusicherungen Abstand genommen hat und den US-Präsidenten in den Augen der republikanischen Hardliner – einer Gruppe, die er als seine Stimmrechtsbasis betrachtet – schwach erscheinen ließ. Der Prozess der Eskalation und nun der Deeskalation dürfte einige Wochen andauern. Angesichts des geringen Wachstums in den Vereinigten Staaten und China sehen wir sehr gute Chancen, dass sich beide Präsidenten im zweiten oder dritten Quartal 2020 auf ein mittelmäßiges Handelsabkommen verständigen können, gerade noch rechtzeitig, um einen Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahlen zu haben. Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich die Situation weitaus verschlimmert, da jeder der beiden Präsidenten seine Glaubwürdigkeit als harter Verhandlungsführer unter Beweis stellen möchte. Dies würde im ersten Quartal geschehen, und somit noch lange genug vor der Wahl, dass sich Wachstumsschock und Aktienmarktkrise verflüchtigen können. Das Abkommen würde sich wahrscheinlich hauptsächlich auf die Bereiche Landwirtschaft und Industrie konzentrieren. Die Kursschwankungen an den Aktienmärkten rund um dieses Thema dürften auch in den kommenden Monaten anhalten, wobei sich die Schwellenländer am stärksten entwickeln und Chancen bieten dürften, da wir ein mögliches zwischenzeitliches Abkommen erwarten. Die Marktchancen liegen jedoch eher bei festverzinslichen Wertpapieren als bei Aktien.

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