Ferienimmobilien Wie Anleger mit Hotelsuiten Gewinne abschöpfen können

15.10.2019, 09:00  |  596   |   |   

Gastbeitrag von Sebastian Fischer, Vorstand PRIMUS Immobilien AG

Mehr als sieben Millionen Menschen sind in diesem Jahr schon an die Ostsee gereist, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Das sind eine Million mehr als noch vor vier Jahren. Die Entscheidung deutsche Küste statt spanische Riviera fällt somit immer häufiger. Einen außergewöhnlichen Zuwachs an Übernachtungen verzeichnen vor allem Küstenorte östlich von Lübeck sowie die Kaiserbäder auf Usedom und Quartiere auf Rügen.

Derlei Standorte, an denen sich eine konstant steigende Nachfrage entwickelt, können Privatanlegern eine neue Chance bieten und ein Anstoß sein, ihre Anlagestrategie beispielsweise im Hinblick auf eine sichere Altersvorsorge zu überdenken. Häufig folgte bisher die Strategie dem Verhalten großer Investoren, die sich primär auf A-Städte wie Hamburg und Berlin konzentrieren.

Doch dort stagnieren mittlerweile die Renditen, da die Kaufpreise schneller steigen als die Mieten. Gerade in der Bundeshauptstadt müssen sich Entwickler und Bauträger mit einer Vielzahl an Regulierungsauflagen auseinandersetzen - das betrifft Bauanträge genauso wie die spätere Vermietung. Der geplante Mietendeckel, der freie Mieten und Erhöhungen gleich für mehrere Jahre verbieten will, ist nur ein Beispiel dafür.

An der Ostsee ist von einer derartigen Überregulierung hingegen nichts zu spüren, im Gegenteil: Zahlreiche Ferienorte unterstützen die Idee, dass bei anhaltenden Besucherzahlen mehr Ferienapartments gebaut werden. Das gilt auch für das Premiumsegment. Ein großer Teil der Gäste möchte möglichst intensiv die Auszeit vom Alltag genießen. Sie freuen sich auf den abendlichen Drink in einer exquisit eingerichteten Bar oder auf ein Wellness- und Spa-Angebot mit Pool nach einem ausgiebigen Strandspaziergang. So entsteht beispielsweise auf Usedom im Kaiserbad Ahlbeck in erster Reihe ein größeres Ensemble mit Eigentumswohnungen und Hotelsuiten für Kapitalanleger. Und in Binz auf Rügen wird derzeit ein historisches Hotel für solch eine Apartmentlösung umgebaut.

Suitenhotel VELA in Ahlbeck auf Usedom

Suitenhotel VELA in Ahlbeck auf Usedom

Neues Investitionsmodell
Stilvoll eingerichtete Luxusapartments können zum überdurchschnittlichen Preis angeboten werden, was sich positiv auf die Erträge auswirkt. Durch Annehmlichkeiten wie Sauna und Swimmingpool ist man wetterunabhängiger. So ist eine Hotelsuite auch in der Nebensaison attraktiv, die Auslastung verteilt sich besser auf das Jahr. Diese Entwicklung hilft zugleich, dass die Läden in den Ferienorten während der kalten Jahreszeit ganzjährig geöffnet bleiben können.

Für den Anleger ergibt sich ein weiterer Vorteil: Um die Vermietung der Apartments innerhalb des Hotelkomplexes muss er sich persönlich überhaupt nicht kümmern. Das übernimmt ein Betreiber, der völlig eigenständig die Immobilie in gutem Zustand hält. Neben den herkömmlichen Einkünften aus der Vermietung ist ein Anleger im Falle eines Gewinns des Betreibers ebenfalls mitbeteiligt. Er kann im Idealfall also doppelt kassieren. Wenn der Anleger möchte, kann er zudem selbst einige Tage in dem Hotel verbringen. Die Zeit seines Aufenthalts wird dann auf die Rendite angerechnet.

Mittlerweile wird solch ein Vermietungsmodell auch im Südosten von Rügen angeboten. Derzeit noch in Bau befindlich ist ein Feriendorf in Klein Stresow. Die Ferienhäuser mit einer Größe zwischen 40 und 60 Quadratmetern verfügen jeweils über eine eigene Terrasse. Einige von ihnen sind mit einer Sauna ausgestattet. Auch wenn dort kein Hotelgebäude im ursprünglichen Sinne entsteht, gilt das gleiche Prinzip wie beim Apartmentmodell und somit die Chance auf eine doppelte Rendite: Der Anleger erwirbt ein Ferienhaus auf dem Areal, die Vermietung und Verwaltung übernimmt ein zentraler Betreiber. Ansonsten gelten für den Privatanleger dieselben Regeln wie für andere Ferienimmobilien. Um die Steuervorteile genießen zu können, besteht eine Haltefrist von zehn Jahren.



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