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Das Scheitern von Dyson belegt erneut, dass die Volkswagen-Taktik funktioniert

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.10.2019, 07:32  |  1272   |   |   

Man musste sich wirklich ernsthafte Sorgen machen um die deutschen Autobauer: Dutzende, wenn nicht gar Hunderte, Elektroautomarken wurden überall auf der Welt gegründet, um der etablierten Konkurrenz einzuheizen. Mit frischen und frechen Konzepten sollte der Markt aufgerollt werden. Volkswagen (WKN: 766403) und Co., mit ihren rußenden Dieseln und feinstaubenden Benzinern sahen dagegen lange recht alt aus.

Wahrscheinlich müssen sich Aktionäre auch heute noch Sorgen machen, aber an einer Front hellt sich das Bild definitiv auf: Die Zahl der ernsthaft bedrohlichen Startups nimmt zusehends ab — nun also der Rückzug von Dyson. Ein wichtiger Grund ist aus meiner Sicht in der Strategie von Volkswagen zu finden.

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Ein Problem weniger?

Vor gut einem Jahr sind mir gleich 12 Punkte aufgefallen, die der Autoindustrie das Leben schwer machen. Zwei davon betrafen das Aufkommen von Startups sowie die Internationalisierung der zahlreichen chinesischen Hersteller mit ihrem gewaltigen Heimatmarkt.

Die Elektromobilität eröffnet ein neues Spielfeld mit eigenen Regeln. Das ganze über 100 Jahre angesammelte Wissen über Zündkerzen, Turbolader und kleine Explosionen im Zylinder wird kaum noch etwas wert sein. Jeder gute Bastler kann sich heute die notwendigen Komponenten besorgen, um sich ein rudimentäres Elektrofahrzeug zu basteln — und muss sich dabei keinerlei Gedanken um Emissionsstandards machen.

Auf der anderen Seite gibt es bereits den Pionier Tesla (WKN: A1CX3T), ein Unternehmen, das vor allem im höherwertigen Segment eine dominante Marktstellung erobert hat und sich dadurch zur Benchmark für alle anderen entwickelte. In dieser Gemengelage sah die Zukunft nicht nur für Volkswagen recht düster aus, sondern für praktisch alle großen Hersteller.

Mittlerweile sehen wir aber, dass es bei den ach so ambitionierten Startups vielerorts alles andere als rosig aussieht. Der Chart der Aktie von NIO (WKN: A2N4PB) ist ein völliges Desaster, BYD (WKN: A0M4W9) hat international höchstens im Busbereich mit Elektrofahrzeugen Erfolg, der Gründer von e.GO Mobile äußerte sich zuletzt erstaunlich ernüchtert — und nun hat mit Dyson ein weiterer aggressiv auftretender Herausforderer das Handtuch geschmissen.

Was war passiert?

James Dyson versucht das Ziehen der Reißleine damit zu erklären, dass das Marktumfeld keine rentable Vermarktung seines „fantastischen Elektroautos“ zulassen würde. Wie ist das zu verstehen? Immerhin wächst der Absatz mit Elektroautos nun mit hohen zweistelligen Raten in vielen Ländern. Da müssten die besten Produkte sich doch gewinnbringend verkaufen lassen, und wenn nicht sofort, dann doch zumindest in einigen Jahren.

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