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OSRAM IM FOKUS Trotz schwieriger Geschäfte heiß begehrter Lichtspezialist

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.10.2019, 09:35  |  463   |   |   

Die Zukunft von Osram mit seinen Lichtlösungen steht derzeit in den Sternen. Nach der gescheiterten Übernahme durch den Sensorspezialisten AMS dürfte der Bieterkampf um den angeschlagenen Konzern weitergehen, auch wenn die Geschäfte alles andere als rosig laufen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, wie Experten aufzeigen. Was bei Osram los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI OSRAM:

Nach der Abspaltung von Siemens im Jahr 2013 hat sich Osram von dem als weniger attraktiv geltenden Geschäft mit klassischen Leuchtmitteln verabschiedet. Der Fokus liegt seither auf Spezialanwendungen vor allem im LED-Bereich, wo man sich mit Auto- und Smartphone-Herstellern als wichtigste Kunden neuerdings in schwierigerem Fahrwasser bewegt. Mehrfach musste das Management bei den Gewinnprognosen zurückrudern, zuletzt im März 2019.

Der Aktienkurs ist vor diesem Hintergrund schon länger unter Druck, was Osram in den Fokus von Finanzinvestoren rücken ließ, die die Chance witterten, zu einem attraktiven Preis an ein für sie interessantes Geschäftsmodell zu gelangen. So boten die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle gemeinsam 35 Euro je Aktie. Dann aber funkte der österreichische Chipkonzern AMS dazwischen mit einer Offerte von letztendlich 41 Euro je Anteilsschein. Bain klopfte derweil beim Finanzinvestor Advent als neuen Partner an. Zu einer konkreten Offerte kam es von den beiden bislang aber nicht.

AMS wollte mit Osram einen europäischen Weltmarktführer in der Beleuchtungselektronik aufbauen, die Rolle als möglicher neuer Eigentümer war jedoch von Beginn an umstritten - unter anderem wegen der Finanzkraft der Österreicher, die 2018 nicht einmal halb soviel Umsatz machten wie Osram. Letztlich verweigerten zu viele Aktionäre ihre Zustimmung. AMS erreichte im Oktober die Annahmeschwelle für die Offerte von 62,5 Prozent nicht.

Im Zuge der Akquisitionspläne baute AMS aber über die Börse bereits eine Beteiligung von knapp 20 Prozent auf. AMS hat nun mehrere Optionen: Zwar darf nach den Gesetzesregeln ein Jahr lang keine weitere freiwillige Offerte vorgelegt werden, es sei denn, Osram stimmt dieser ausdrücklich zu. Vorbehaltlich regulatorischer Freigaben könnten aber weitere Anteile zugekauft werden, sodass beim Erreichen der 30-Prozent-Schwelle ein Pflichtangebot an alle Aktionäre erforderlich wäre.

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