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Bericht Massiver Ansehensverlust für "Made in Germany"

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
20.10.2019, 00:00  |  5093   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Herkunftslabel "Made in Germany" leidet in den wichtigen Industrie- und Schwellenländern unter einem massiven Verlust an Ansehen. Nach der "Trust Barometer" der US-amerikanischen Kommunikationsagentur Edelman stürzte das Vertrauen der entwickelten Volkswirtschaften in deutsche Unternehmen innerhalb von wenig mehr als zwölf Monaten um 15 Prozentpunkte auf 44 Prozent ab. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Nie zuvor seit Beginn der regelmäßigen Messungen hat es einen derartigen Vertrauensverfall gegeben, hieß es "Das ist ein Weckruf", ordnete die Agentur das Resultat ein. In Deutschland hängen jeder zweite Industriearbeitsplatz und jeder dritte Arbeitsplatz insgesamt direkt oder indirekt vom Export ab. Ursache des Vertrauensverlustes im Ausland seien Skandale in Serie wie der Dieselskandal und Bank-Affären, aber auch eine generell als intransparent, wenig bürgerschaftlich und korruptionsanfällig wahrgenommene Unternehmenskultur. Der Negativtrend verschont keine wichtige Branche. Automobilherstellern bescheinigt die Studie ebenso einen Vertrauensverlust wie der Chemie- und Pharma-Industrie, Technologiefirmen und Banken. "Der kumulative Effekt der Skandale beginnt, Folgen zu zeigen", heißt es in der Auswertung. Besonders drastisch sei der Ansehensverlust in den USA. Viele potenzielle Kunden kauften konkret weniger deutsche Produkte. Vor allem Briten erklärten, nur noch nach Erzeugnissen "Made in Germany" zu greifen, wenn es keine Alternative gebe. Als vergleichsweise stabil erwies sich das Image Deutschlands in den Schwellenländern, vor allem in China. Edelman hat für den Report zwischen dem 22. Juli und dem 5. August jeweils 1.000 Menschen in acht Ländern befragt, wobei Frankreich, Großbritannien und die USA als entwickelte Märkte eingestuft werden, während Brasilien, China, Indien und Mexiko als Schwellenländer gelten. In Deutschland selbst schwärmten die Befrager ebenfalls aus.
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Kommentare

Dieses Land ist zum Selbstbedienungsladen verkommen. Hier fehlt dem Kapitalismus das Feindbild des ehemaligen Ostblocks um sein gespielte "Vorbildfunktion" zurück zu gewinnen. (andere nennen das "Wettbewerb"

Wenn der Wettbewerb nur noch aus der eigenen Dekadenz besteht die mal größer oder kleiner ist---muß das Ergebnis so aussehen wie es jetzt ist.

Wir hätten da 2 Möglichkeiten:


1. Es muß schnell ein neues Feindbild her um die Massen wieder zu vereinigen und Zug in den Laden zu bekommen. (KGV)

2. Langfristig benötigen wir ein funktionierendes System ohne Feindbild das vernünftig funktioniert.


Fazit:

Leider hat keiner im Westen, über die wirklich langfristigen Folgen eines Zusammenbruchs des Ostblocks für s eigene Land nachgedacht.

Der Einzige der damals vorsichtig war ist Oscar Lafontaine den ich sehr schätze, aber schlaue Leute hatten es bzw. haben es immer noch sehr schwer in dieser Gesellschaft, denn sie sprechen Wahrheiten aus die vielen sogenannten "Entscheidern" unangenehm aufstoßen.


Schönen Sonntag
Kein Wunder, dass es abwärts geht, wenn das Land durch links-grüne Ideologen allmählich zur DDR 2.0 umgebaut wird! Die Masse schwimmt mit, die wenigstens interessiert es. Es muss erst kräftig abwärts gehen, bevor das Land wieder aufwacht. Armes Deutschland!
Ja,ich hatte ja bereits seit längerer Zeit gedroht,dass das kommt,gerade letzte Woche,habe ich Amerikaner über zu anfällige deutsche Autos jammern gehört,da waren ein paar gut klingende namen dabei!
Fairer Weise,muss man sagen,dass es aber auch bei anderen Marken Reih-um geht,bemerkenswert ist jedoch diesmal,dass es Deutschland zum ersten male nicht gelungen ist,auf solide,einfache Technik und Langlebigkeit zu setzen,um eine nahende krise zu überstehen,man hat sich eher an anderen Märkten orientiert und den Markt,zugegeben,wie gewünscht,mit Spritfressern zu überschwemmen,die neuerdings auch noch Anfälligkeiten zeigen und durch die Anfälligkeit,wird der Unterhalt angeblich nun extrem teuer,das ist nicht mehr typisch deutsch!
Diese Entwicklung,sollte man unbedingt ernst nehmen,mir erscheint auch immer noch der Durchschnitts-Verbrauch einfach zu hoch,man könnte die Leistung wieder normalisieren,falls dies den Elektroauto-Träumern nicht im Wege steht,unter 100 Ps gibts ja wirklich nicht mehr so viel,wenn man sich nicht in ein überdachtes Mofa zwängen will!

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