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VOLKSWAGEN IM FOKUS Zwischen Elektrowette und Dieselanklage der Konzernspitze

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.10.2019, 08:35  |  334   |   |   

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Volkswagen -Konzern steht nach wie vor insbesondere mit der Vergangenheitsbewältigung im Fokus der Öffentlichkeit. Vorstandschef Herbert Diess bemüht sich nach Kräften, dem Autoriesen aus Wolfsburg in der Klimadiskussion ein grünes Image zu verpassen. Doch die Manipulationen von Dieselmotoren holen den Konzern immer wieder ein. Was bei VW los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie läuft.

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Seit ein paar Wochen ist die Katze aus dem Sack, die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt in ihrer Anklage wegen Marktmanipulation auch Vorstandschef Herbert Diess und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch ins Visier. Das Gericht muss die Anklage noch zulassen, aber unangenehm ist die Sache schon jetzt - denn mit den beiden steht neben Ex-Chef Martin Winterkorn die derzeitige Führungsspitze unter Verdacht, Anleger bezüglich der Milliardenrisiken der Dieselaffäre vorsätzlich hinters Licht geführt zu haben. Das behauptet die Anklage. Die Manager beteuern jedoch ihre Unschuld und wollen am Ruder bleiben.

Andere wichtige Themen treten in den Hintergrund angesichts der Rechtsstreitigkeiten, die der Konzern in Sachen Diesel nach wie vor zu führen hat. Dabei ist Diess eine große Wette eingegangen, die den Konzern zum Erfolg bei reinen Elektroautos geradezu verdammt. Im laufenden Fünfjahreszyklus bis 2023 steckt der Konzern mehr als 30 Milliarden Euro allein in die Elektrifizierung seiner Modellpalette. Mit fast 70 neuen E-Modellen in den nächsten zehn Jahren will Volkswagen auf den eigenen Elektroplattformen 22 Millionen E-Autos bauen. Doch es ist weiter nicht klar, ob die auch zum Verkaufsschlager bei den Kunden werden.

Ein erster echter Lackmustest steht VW im kommenden Jahr bevor, wenn der ID.3 als neues Kompaktmodell die Erfolgsstory von Käfer und Golf im Elektrozeitalter weiterführen soll. 2021 greifen dann endgültig auch die härteren Vorgaben der EU-Kommission zum Ausstoß des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2). Verkauft VW dann nicht genug Elektroautos in Europa und verfehlt seine Emissionsziele, drohen hohe Milliardenstrafen.

Diess hatte den Investoren neben dem mittlerweile auf kleiner Flamme durchgezogenen Teilbörsengang der Lkw- und Bustochter Traton zudem noch in Aussicht gestellt, sich von Randbereichen zu trennen. Bisher kam die Prüfung aber weder beim Großmotorenbauer MAN Energy Solutions noch beim Maschinenbauer Renk zu einem verkündbaren Ergebnis. Verkaufs- oder Börsengangsgerüchte bei der Audi-Luxustochter Lamborghini dementierte der Autobauer zuletzt.

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