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K+S muss die Ziele anpassen

K+S muss die Ziele anpassen

Gastautor: Hussam Masri
21.10.2019, 09:36  |  3329   |   |   

Werbung. Aufgrund einer schwachen Nachfrage hat sich das Management von K+S im September für eine drastische Sofortmaßnahme entschieden. Bis zum Jahresende wird die Düngemittelproduktion für Kaliumchlorid um bis zu 300.000 Tonnen reduziert. Dadurch entstehe ein negativer Effekt auf das operative Ergebnis (Ebitda), der bis zu 80 Mio. Euro erreichen werde. K+S steht mit diesem Vorgehen nicht alleine da. Auch Wettbewerber wie Nutrien, Uralkali und Belaruskali hatten zuvor schon über Produktionskürzungen informiert. Zur rückläufigen Nachfrage hat insbesondere China mit einem Kaliumchlorid-Importstopp beigetragen. Laut Analysten gehört K+S damit auch zu den Leidtragenden des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Immerhin sei China der weltweit größte Kali-Verbraucher und habe dem Markt einen schweren Schlag versetzt. Die Produzenten sahen daraufhin keine Alternative zur Produktionskürzung, um massive Überkapazitäten zu vermeiden. China könne aber nicht dauerhaft auf Kali-Importe verzichten, so das Analystenurteil. Bei einer Wiederaufnahme der Importe sei somit eine Verbesserung des Marktumfelds zugunsten von K+S zu erwarten. Der ursprüngliche Jahresausblick für das Gesamtjahr 2019 ist unter den aktuellen Bedingungen jedoch nicht zu halten. Das Management hatte eine Kaliproduktion von 6,9 bis 7,1 Mio. Tonnen angestrebt und auf dieser Basis ein Ebitda von 730 bis 830 Mio. Euro mehr als ein Fünftel über dem Vorjahresniveau in Aussicht gestellt. Wenn der Konzern nun am 14. November wie geplant über das dritte Quartal des laufenden Jahres berichtet, werde der Ergebnisausblick voraussichtlich konkretisiert.

Die Zielstreichung hat bei Marktteilnehmern zu Enttäuschungen geführt. Noch bei der letzten Quartalsberichterstattung Mitte August hatte das Management dank positiver Währungseffekte, höherer Verkaufszahlen und besserer Kalipreise erfreuliche Zahlen vorgelegt. Der Umsatz im Zeitraum April bis Juni lag mit 879 Mio. Euro rund acht Prozent über dem Vorjahresniveau, während das operative Ergebnis einen 24-prozentigen Zuwachs auf 130 Mio. Euro schaffte. Daher äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Burkhard Lohr "sehr zuversichtlich" für ein deutliches Ergebniswachstum im Gesamtjahr. Belastungen wie 2018 durch trockenheitsbedingte Produktionsstillstände könnten durch zusätzlich angelegte Zwischenspeicher für Salzabwässer künftig vermieden werden. Und selbst den chinesischen Importstopp für Kaliumchlorid sah der Manager im August noch als kompensierbar an, beispielsweise durch positive Währungseffekte.

Große Stücke setzt das Management auf den neuen Standort Bethune in Kanada, der 2018 erstmals operativ rentabel war und günstiger als andere K+S-Werke arbeitet. Im laufenden Jahr liegt das Kali-Produktionsziel hier bei 1,7 bis 1,9 Mio. Tonnen, mehr als 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zunehmende Einsparpotenziale sollen währenddessen durch Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Performance und die weitere Umsetzung der Strategie "Shaping 2030" realisiert werden. Ob im laufenden Jahr noch das Ziel eines erstmals seit 2013 wieder positiven freien Cashflows erreicht wird, bleibt abzuwarten. "Die Entwicklung beim Cashflow ist sehr positiv“, betonte Burkhard Lohr jedenfalls zum Halbjahresabschluss.

5,75 Prozent p.a. Festzins nach einem Jahr und 15 Prozent endfälliger Puffer

Die DekaBank 5,75 % K+S Aktienanleihe 11/2020 (WKN DK0VHC) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 5,75% p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die K+S-Aktie am Bewertungstag (06.11.2020) wenigstens auf oder über dem Basispreis (85,00 Prozent des Startwerts) schließen.

Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene K+S-Aktien zu 85% des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.

Die Zeichnung läuft vom 21.10.2019 bis 08.11.2019, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Hussam Masri zeichnet als Bereichsleiter Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte, Zertifikate sowie die Vertriebsunterstützung verantwortlich.


 

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Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter das Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für die Vertriebsunterstützung verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

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