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     847  0 Kommentare Wirecard-Aktie: Darum bietet der DAX-Konzern eine so große Angriffsfläche für die Financial Times

    Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie und die Financial Times: Es ist wohl das Sorgenfeld der Investoren in diesem Jahr. Denn bereits zum wiederholten Mal hat nun die kritische Zeitung ihre Angriffe gegen die Aktie des DAX-Konzerns gestartet. Sowie in diesen Wochen erneut für einen signifikanten Kurssturz gesorgt.

    Investoren fragen sich derzeit, was sie tun sollen. Guter Rat ist entsprechend teuer, auch wenn es natürlich viele, viele Einschätzungen zu dem Thema gibt, die auch wir Fools bereits mit euch geteilt haben.

    Eine weitere spannende Frage könnte allerdings auch sein, warum Wirecard denn unterm Strich eine so gute und dankbare Angriffsfläche für das Autorenteam rund um Dan McCrum bietet. Werfen wir diesbezüglich einen Blick auf ein paar grundsätzliche Dinge zum Geschäftsmodell des Zahlungsdienstleisters.

    1. Vieles ist kompliziert …

    Ein ganz wesentlicher Grund, weshalb es dem Autorenteam so leichtfallen dürfte, Unruhe zu säen, ist das äußerst komplizierte Geschäftsmodell des innovativen Zahlungsdienstleisters. Oder, anders gefragt: Kannst du auf Anhieb skizzieren, womit der DAX-Konzern eigentlich sein Geld verdient?

    Natürlich, abstrakt gesprochen: Hier werden Zahlungen abgewickelt. Nichtsdestoweniger verfügt Wirecard über viele Operationen, von denen die Wirecard-Plattform letztendlich bloß das Herzstück ist. Das Unternehmen ist allerdings ein Tech-Konzern und bietet zahlreiche technische und schwierig verständliche Lösungen an. Zudem besitzt das Unternehmen viele Partner und Dienstleister, die für Wirecard tätig sind. Und, nicht zu vergessen, Tochtergesellschaften. Allein die Konzernstruktur, die Kooperationen und Partnerschaften mit einer Vielzahl von Akteuren bieten hier eine gewaltige Angriffsfläche, um zu berichten. Das scheint die Financial Times zu nutzen.

    Außerdem besitzt Wirecard seit vielen Jahren sogar eine Banklizenz, was glücklicherweise dafür sorgt, dass die Gebühreneinnahmen nicht noch mit einem externen Geldhaus geteilt werden müssen. Auch diese All-in-One-Dienstleistung bietet jedoch Raum für Kritik, da hier nicht noch ein zweiter Akteur beim Transaktionsvolumen mit über die Schulter schaut.

    2. Die Vergangenheit des Unternehmens

    Ein zweiter Grund, weshalb Wirecard so häufig in der Kritik steht, dürfte zudem die Vergangenheit des Zahlungsabwicklers sein. Wobei auch dieser Punkt in viele verschiedene Richtungen aufgedröselt werden kann.

    Wirecard war so nämlich bereits des Öfteren in der Kritik wegen seiner Geschäftspraktiken. Der inzwischen im DAX gelistete Konzern hat bereits häufiger auf kritische Berichte reagieren müssen. Das könnte zwar eine gewisse Routine bedeuten, was möglicherweise die inzwischen eher stumpf wirkenden Reaktionen des Managements erklären kann. Nichtsdestoweniger führt häufig alleine das Vorhandensein von alter und ehemaliger Kritik weitere investigative Journalisten auf die Fährte eines Konzerns. Wirecard könnte hier ein Paradebeispiel für eine solche Theorie sein.

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