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WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinn - Brexit-Fristverlängerung erwartet
Foto: Boris Roessler - dpa

WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss Gewinn - Brexit-Fristverlängerung erwartet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.10.2019, 18:16  |  603   |   |   

(Tippfehler im ersten Satz berichtigt: den)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine sich abzeichnende Fristverlängerung zugunsten eines geregelten Brexit hat den Dax am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Juli 2018 getrieben. Allerdings verließ die Anleger der Mut rasch wieder angesichts der nach wie vor unsicheren Lage. Die Gewinne bröckelten ab. Der deutsche Leitindex konnte sich über der Marke von 12 800 Punkten nicht lange halten.

Mit einem Plus von 0,34 Prozent auf 12 798,19 Zähler ging er aus dem Tag. Der MDax für mittelgroße Werte verlor zugleich 0,26 Prozent auf 26 177,57 Punkte. "Ohne Brexit und Handelskrieg wären Aktien nicht so billig zu haben wie zurzeit", schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Deshalb springen die Kurse immer dann nach oben, wenn sich auch ein noch so kleines Fenster für eine Lösung der Probleme öffnet."

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Nach der vom britischen Parlament erzwungenen Vollbremsung beim Brexit erwägen die EU-Staaten nun eine Fristverlängerung. Der irische Premierminister gab als erster der 27 Staats- und Regierungschefs seine Zustimmung. EU-Ratschef Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident David Sassoli plädierten ebenfalls für einen Aufschub des britischen EU-Austritts bis Ende Januar 2020. Bundesaußenminister Heiko Maas verlangte allerdings vorher eine klare Ansage aus London. Frankreich zeigte sich zunächst nur offen für eine kurze Verschiebung.

Mit Blick auf die Unternehmen und die Branchen waren es eher Themen aus den USA, die bewegten. So belastete etwa der schwache Ausblick des US-Chipkonzerns Texas Instruments eine Reihe von Technologiewerten. Hierzulande büßten die Aktien von Infineon 0,8 Prozent und die des Apple -Zulieferers Dialog 0,4 Prozent ein.

Carl Zeiss Meditec enttäuschte mit einer Korrektur seiner erst vor drei Wochen gemachten vorläufigen Aussagen zum operativen Geschäftsjahresergebnis. Der Medizintechnik-Konzern begründete sein gesenktes Ebit-Margenziel für 2018/19 unter anderem mit bereits angekündigten höheren Investitionen. Die in diesem Jahr bereits extrem gut gelaufene Aktie, die erst Anfang Oktober ein Rekordhoch erreicht hatte, brach daraufhin um knapp 9 Prozent ein.

Der Saatguthersteller KWS Saat indes überzeugte die Anleger mit seinen vorläufigen Jahreseckzahlen und seinem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung. Die Aktien sprangen mit plus 3,8 Prozent an die SDax -Spitze.

Ansonsten sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Die Papiere des Kunststoffspezialisten Covestro gewannen nach einer Commerzbank-Studie 1,7 Prozent. Die Anteile des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer eroberten mit plus 3,3 Prozent die MDax-Spitze. Nach Ansicht der US-Bank JPMorgan hat die neue Unternehmensführung überzeugend dargelegt, wie sie das stärkere Umsatzwachstum erreichen will, welches sich bereits das vorherige Management zum Ziel gesetzt hatte. Um 2,3 Prozent abwärts ging es dagegen für die Papiere von Koenig & Bauer . Hier befürchten die Experten von Kepler Cheuvreux eine Kappung der Jahresziele des Druckmaschinenherstellers.

In Europa schlossen die Börsen uneinheitlich. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 hielt sich mit plus 0,06 Prozent auf 3606,89 Punkte stabil. Minimale Verluste gab es dagegen in Paris und etwas stärkere in Mailand. In London indes legte der FTSE 100 um 0,7 Prozent zu. In den USA verbuchten die vier wichtigsten Aktienindizes zum europäischen Börsenschluss moderate Gewinne.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 145,01 Punkte. Der Bund-Future zeigte sich zuletzt prozentual unverändert bei 171,62 Punkten. Der Euro kostete am frühen Abend 1,1119 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1128 (Dienstag: 1,1130) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8986 (0,8985) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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