Gold- und Rohöl-Longs steigen wieder leicht - CoT-Report

Anzeige
Nachrichtenquelle: Shareribs
28.10.2019, 13:27  |  459   |   
Washington 28.10.2019 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Rohstoffe in den USA zuletzt wieder ausgeweitet. Dabei war ein leichter Anstieg der Netto-Longs auf Gold und Rohöl zu verzeichnen. Bei den Sojabohnen ging es deutlich nach oben.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe in der Woche bis zum 22. Oktober von 26.967 auf 77.778 Kontrakte ausgeweitet. Vor allem bei Weizen und Sojabohnen war ein starker Anstieg der Longpositionen zu verzeichnen. Bei Kupfer sank die Zahl der Netto-Shorts deutlich.

Der Goldpreis hat jüngst die Marke von 1.500 USD wieder überschritten. Der weiterhin trübe Ausblick für die globale Konjunktur stützt das gelbe Metall. Hinzu kommt die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank, die in dieser Woche ansteht. Die Marktteilnehmer sehen eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent für Zinssenkung um weitere 25 Basispunkte, so FedWatch von der CME Group. Begrenzt wird das Aufwärtspotential für Gold vom weiterhin festen Aktienmarkt in den USA. Dort hat der S&P 500 Index kürzlich ein neues Rekordhoch erreicht. Darüber hinaus haben sich zuletzt China und die USA im Handelsstreit angenähert. Diesmal wurden Fortschritte nicht nur von der US-Regierung sondern auch von China bestätigt. Die Zahl der Netto-Longs auf Gold stieg um drei Prozent auf 225.930 Kontrakte.

Die Netto-Longpositionen auf Silber stieg um sechs Prozent auf 44.110 Kontrakte, bei Platin stieg die Zahl der Netto-Longs von 13.494 auf 29.834 Kontrakte und die Zahl der Netto-Longs auf Palladium ging um ein Prozent auf 14.427 Kontrakte zurück.

Ein leichter Anstieg der Netto-Longpositionen war auch bei Rohöl zu verzeichnen. Trotz des jüngsten Anstiegs bleiben die Longpositionen aber auf einem mehrjährigen Tief. Auch hier sorgen die Konjunkturaussichten für eine gedämpfte Stimmung. In den USA sind die Rohölbestände in den vergangenen Wochen überwiegend gesunken, auch bei den Produktbeständen war ein Rückgang zu verzeichnen. Gleichzeitig haben die Marktteilnehmer die Krise im Nahen Osten zuletzt weniger kritisch gewertet, obgleich die Risiken für das Angebot in der Region hoch bleiben. Die Zahl der Netto-Longs stieg um 8,5 Prozent auf 93.856 Kontrakte.

Bei Kupfer war derweil ein Rückgang der Netto-Shortpositionen um 17 Prozent auf 43.828 Kontrakte zu verzeichnen. Der Preis hat sich zuletzt wieder leicht nach oben arbeiten können, gestützt von der Hoffnung auf eine Annäherung zwischen China und den USA. Weiterhin sind die Risiken auf der Angebotsseite angewachsen, bedingt durch die Streiks in Chile. Die Marktteilnehmer hoffen zudem, dass China seine Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ausweitet. Kommt es im Handelsstreit zu einer belastbaren Annäherung, würde dies auch als wichtiges Signal für die Konjunktur gewertet, was auch die Rohstoffnachfrage positiv beeinflussen dürfte.

Bei den Agrarrohstoffen zeigte sich ein durchwachsenes Bild. Die Zahl der Netto-Shortpositionen auf Mais stiegen um 15 Prozent auf 76.055 Kontrakte. Bei Weizen haben die jüngsten chinesischen Käufe in den USA dazu beigetragen, dass die Investoren wieder mit 12.099 Kontrakten netto long sind. Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Sojabohnen sind um 40,4 Prozent auf 68.822 Kontrakte angestiegen.


Quelle: shareribs.com / CFTC

Winterweizen jetzt ab 0€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel