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HENKEL IM FOKUS Neuer Chef, alte Probleme

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.11.2019, 08:35  |  842   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Machtwechsel bei Henkel . Konzernchef Hans Van Bylen wird den Konsumgüterkonzern vorzeitig verlassen. Der Belgier stand stets im Schatten seines Vorgängers Kasper Rorsted. Es übernimmt ein alter Bekannter: Finanzvorstand Carst Knobel. Was beim Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was der Aktienkurs macht.

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Gemunkelt wurde es schon länger, Ende Oktober wurde es Gewissheit. Das Gastspiel Van Bylens an der Spitze des Herstellers von Marken wie Persil oder Schwarzkopf blieb nur ein Kurzes. Gerade einmal dreieinhalb Jahre hat der Belgier den Konzern geführt, wenn er Henkel zum Jahresende verlässt. Seinem Nachfolger Knobel hinterlässt er eine durchwachsene Bilanz. So gelang es Van Bylen nicht, das jüngst schwächelnde Wachstum der Düsseldorfer anzukurbeln. Auch die Profitabilität zuletzt zu wünschen übrig.

So leidet die konjunktursensible Klebstoffsparte unter der Schwäche in der Automobilindustrie. Das Geschäft mit Haut- und Haarpflege ist einem hohen Konkurrenzdruck in den reifen Märkten - insbesondere in Europa - ausgesetzt. Höhere Kosten für Marketing und Vertrieb knabbern am Gewinn. Rund läuft lediglich das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie etwa Persil, Somat oder Sidolin, wobei sich die Entwicklung zuletzt deutlich abschwächte. Als Folge musste Henkel seine Prognosen für das laufende Jahr senken.

Van Bylen wollte die Wachstumsschwäche mit zusätzlichen Investitionen ankurbeln. Eingeplant hat er dafür rund 300 Millionen Euro im Jahr. Der Markenartikel-Hersteller will damit das Wachstum in den Konsumentengeschäften stärken und seine digitale Transformation beschleunigen. Auch dem Ökologie-Trend wollte Henkel folgen. Noch haben sich die Maßnahmen nicht ausgezahlt, die Kosten aber lasten auf der Profitabilität.

Van Bylen hatte den Stab im Mai 2016 von Rorsted übernommen, der damals zum Sportartikelhersteller Adidas wechselte. Der Däne Rorsted hatte Henkel acht Jahre geführt und den einst behäbigen Konzern entstaubt, auf Rendite getrimmt und das Markendickicht gelichtet. Dabei stand die Profitabilität über allem, das Wachstum geriet in den Hintergrund. An der Börse feierte der von außen kommende Manager, der zuvor etwa bei Hewlett Packard gearbeitet hatte, große Erfolge und stieg zum Liebling der Analysten auf.

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