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Chinas Außenhandel durchwachsen Exporte stabilisiert, Rohstoffimporte teils schwächer

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Nachrichtenquelle: Shareribs
08.11.2019, 15:36  |  407   |   
Peking 08.11.2019 - Die jüngsten chinesischen Außenhandelsdaten zeigen eine neuerliche Abschwächung, punktuell gab es aber auch positive Entwicklungen. Die Rohstoffimporte fielen wieder durchwachsen aus.

Die Importe Chinas sind im Oktober um 6,4 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 8,9 Prozent. Der Export schrumpfte um 0,9 Prozent, während ein Rückgang um 3,9 Prozent erwartet wurde. Der Handelsbilanzüberschuss stieg auf 42,81 Mrd. USD.

Auch im Oktober setzte sich die schwache Entwicklung in China fort. Der Handelsstreit mit den USA wird hier als einer der Hauptgründe für die Entwicklung gesehen. Hier könnte sich in den nächsten Wochen eine spürbare Entspannung ergeben, sollten Peking und Washington die jüngsten Ankündigungen zu einem Deal tatsächlich umsetzen.

Beim Export war auf Monatssicht teils eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Unter anderem wuchsen die Ausfuhren im Bereich Teile und Produkte zur Datenverarbeitung.

Der Handelsbilanzüberschuss mit den USA lag im Oktober bei 26,42 Mrd. USD. Auf Sicht der ersten zehn Monate des Jahres sind die chinesischen Ausfuhren in die USA um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken.

Rohstoffimporte durchwachsen – Rohölimporte auf Rekordhoch

Die Importe von Rohöl sind im Oktober um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 45,51 Mio. Tonnen bzw. 10,72 Mio. Barrel/Tag gestiegen. Dem gegenüber stand ein deutlicher Rückgang des Imports von Erdgas. Die Rohölimporte beliefen sich in den ersten zehn Monaten des Jahres auf durchschnittlich 9,95 Mio. Barrel/Tag, ein Zuwachs von 10,5 Prozent gegenüber 2018.

Eher schwach bleibt die chinesische Nachfrage nach Eisenerz. Die Importe beliefen sich auf 92,78 Mio. Tonnen und sind gegenüber dem Vormonat um 6,5 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lagen die Importe bei 88,4 Mio. Tonnen. Auf Sicht der ersten zehn Monate des Jahres sind die Importe von Eisenerz um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Für die kommenden Monaten könnte es zu einer weiteren Schwächung der Nachfrage kommen, da die Stahlwerke ihre Lagerbestände teils abbauen wollen. Darüber hinaus wird aber auch das geringere Angebot als Grund für die schwächeren Importe gesehen. Nachdem einige Minen in Brasilien geschlossen wurden, ist das dortige Angebot zurückgegangen.

Die Nachfrage nach Kupfer fiel im Oktober uneinheitlich aus. Stark bleibt die Nachfrage nach Kupferkonzentrat, die im Oktober um 23 Prozent auf 1,91 Mio. Tonnen wuchs. Gegenüber Oktober 2018 stieg die Nachfrage um 22 Prozent und auf Sicht der ersten zehn Monate wuchsen die Importe um 8,3 Prozent auf 17,92 Mio. Tonnen.

Die Importe von Rohkupfer beliefen sich auf 431.000 Tonnen und sind gegenüber September um 3,1 Prozent gesunken. Auf Sicht des Jahres sanken die Importe um 10 Prozent auf insgesamt 3,97 Mio. Tonnen.

Bei den Sojabohnen lagen die Importe bei 6,18 Mio. Tonnen, 10,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Verglichen mit September 2019 gingen die Importe um knapp ein Viertel zurück. Die weiterhin grassierende Schweinepest in China hat die Zahl der Mastschweine im Land stark sinken lassen. Dem Landwirtschaftsministerium zufolge schrumpfte die Zahl der Mastschweine um 41 Prozent.



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