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HolidayCheck-Aktie – Finger weg oder jetzt erst recht zuschlagen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.11.2019, 09:13  |  460   |   |   

Die Aktie von HolidayCheck (WKN: 549532) durchlebt dieses Jahr ziemlich volatile Zeiten! Der Markt scheint sich nicht wirklich sicher zu sein, ob die HolidayCheck-Aktie zu heiß ist oder es sich doch um eine vielversprechende Chance für eine Investition handelt.

Zum einen lag das wohl an dem schwierigen Umfeld auf dem Pauschalreisemarkt dieses Jahr, bei dem nicht an die dynamische Entwicklung des Vorjahres angeknüpft werden konnte. Infolgedessen konnte das Unternehmen den Erwartungen des Marktes nicht gerecht werden – und wurde durch Kursrückgänge abgestraft. Die Zahlen, die schlechter als erhofft ausgefallen sind, führten zu einer Prognosesenkung.

Zum anderen musste HolidayCheck kurz nach der ersten Prognosesenkung eine zweite Senkung der Prognose herausgeben, da bekannt wurde, dass die Thomas Cook Group Insolvenz anmelden musste, was zu erheblichen negativen Sondereffekten bei HolidayCheck geführt hat.

Wenn man das liest, könnte man meinen, dass eine Investition in HolidayCheck nicht allzu gut sein dürfte. Doch ist dem wirklich so? Gehen wir dieser Frage nachfolgend gemeinsam nach.

Die 9-Monats-Kennzahlen

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Umsatz von HolidayCheck. Hier konnte das Unternehmen ein moderates Wachstum in Höhe von 3,8 % verzeichnen und steigerte seine Umsatzerlöse somit von 108,4 auf 112,5 Mio. Euro. Da jedoch die Marketing-, Personal- und sonstigen Aufwendungen allesamt im höheren prozentualen Ausmaß gestiegen sind, führte das zu einem negativen operativen Ergebnis von -2,4 Mio. Euro im Vergleich zu 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daraus resultiert auch das negative Konzernergebnis von -3,3 Mio. Euro im Vergleich zu 3,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Es konnten zwar weitere Marktanteile gewonnen werden, was der gestiegene Umsatz beweist, aber leider nicht in dem gewünschten Ausmaß. Die Marketingaufwendungen sind erneut etwas gestiegen, da HolidayCheck seine Markenbekanntheit stärken und zu einem Unternehmen werden möchte, mit dem sich Urlauber identifizieren können. Trotzdem konnte das Umsatzwachstum bisher nur einen kleinen Sprung machen, was auf den schwierigen Pauschalreisemarkt zurückzuführen ist, wovon die gesamte Branche in diesem Jahr betroffen ist.

Da HolidayCheck sich vergrößern möchte und im Laufe des Jahres auch einen eigenen Reiseveranstalter ins Leben gerufen hat, ist verständlich, dass die Personalaufwendungen ebenso gestiegen sind. Die stark gestiegenen sonstigen Aufwendungen (plus 19,7 %) sind überwiegend auf Folgen der Insolvenz der Thomas Cook Group zurückzuführen. Außerdem erhöhten sich diese aufgrund von gestiegenen Honoraren und Vertriebsaufwendungen.

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