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Gold gibt nach, Goldaktien uneinheitlich

Gastautor: Martin Siegel
12.11.2019, 08:09  |  1709   |   |   

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.462 auf 1.455 $/oz nach. Heute Morgen verliert der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter und notiert aktuell mit 1.450 $/oz um 13 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien zeigen sich weltweit uneinheitlich.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Verwaltetes Gold börsengehandelter Indexfonds erhöht sich im Septemberquartal um 258 t auf den Rekordwert von 2.855 t (Vorjahresvergleich).

Zentralbanken kaufen im Septemberquartal 150 t Gold (davon Türkei 70 t). Seit dem Jahresbeginn kaufen die Zentralbanken insgesamt 550 t.

Nachfrage nach Münzen und Barren sinkt in Deutschland im Septemberquartal um 33 %, in der Schweiz um 42 % und in Österreich um 62 %.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem etwas leichteren Dollar nach (aktueller Preis 42.222 Euro/kg, Vortag 42.671 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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