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ROUNDUP 2 Infineon rechnet mit schwierigem ersten Halbjahr - Aktie im Plus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.11.2019, 13:55  |  273   |   |   

(neu: Aussagen aus Pressekonferenz, Analysten, Aktienkurs und mehr Details)

NEUBIBERG (dpa-AFX) - Der Chiphersteller Infineon stellt sich wegen der weiter angespannten Konjunkturlage auf eine herausfordernde erste Jahreshälfte ein. Obwohl der Halbleiterspezialist ein solides Schlussquartal ablieferte, gibt sich Konzernchef Reinhard Ploss mit Blick auf das neue Geschäftsjahr zurückhaltend. "Die weltweit schwache Automobilnachfrage spüren wir deutlich und erwarten vorerst keine Besserung", sagte der Manager am Dienstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Neubiberg bei München. Eine Erholung erwartet er nicht vor der zweiten Jahreshälfte. Ungeachtet dessen soll Infineon im Geschäftsjahr 2019/2020 (per 30. September) weiter wachsen.

So erwartet der Dax-Konzern bei den Erlösen ein Plus von 5 Prozent (plus oder minus zwei Prozentpunkte) zum Vorjahr. Für das Segment Automotive soll das Umsatzwachstum leicht über dem Konzernschnitt liegen. Im Geschäftsjahr 2019 hatte das Konzernwachstum 6 Prozent erreicht, die Umsätze waren auf rund 8 Milliarden Euro gestiegen. Die operative Marge (Segmentergebnis-Marge) soll in der Mitte der Umsatzspanne etwa 16 Prozent erreichen und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen (16,4 Prozent).

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Infineon peilt zudem Investitionen von rund 1,3 Milliarden Euro an. Das größte Einzelprojekt bleibt dabei der weitere Ausbau der Produktionskapazitäten für die neue 300-Millimeter-Fertigung im österreichischen Villach. Dort erwartet Infineon den Produktionsstart nun zum Ende des Kalenderjahres 2021.

Für das bereits laufende, typischerweise schwache Auftaktquartal geht der Chiphersteller allerdings von einem deutlichen Umsatzrückgang von 7 Prozent (plus oder minus zwei Prozentpunkte) im Vergleich zum Vorquartal aus. Die Segmentergebnis-Marge erwartet der Konzern bei etwa 13 Prozent. Infineon verdeutlichte in diesem Zusammenhang, dass der Konzern eine vorübergehende Unterauslastung seiner Kapazitäten zu managen habe und erhöhte Leerstandskosten anfielen.

Saisonal bedingt rechnet Konzernlenker Ploss aber bereits im zweiten Quartal mit einem leichten Umsatzanstieg und einem deutlichen Anstieg in der zweiten Jahreshälfte. Wegen der teils starken Schwankungen werden Geschäftszahlen in der volatilen Halbleiterbranche üblicherweise mit dem Vorquartal verglichen.

An der Börse kamen die Nachrichten sehr gut an. Infineon-Aktien zogen zuletzt um fast 7 Prozent an. Seit Jahresbeginn haben die Papiere rund 12 Prozent an Wert gewonnen, sie liegen damit aber nur im hinteren Drittel des Leitindex Dax, der im selben Zeitraum um ein Viertel zugelegt hat.

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