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NTT Research beschließt Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) im Bereich Neuroelektronik - Seite 2

Nachrichtenquelle: Business Wire (dt.)
13.11.2019, 00:00  |  534   |   |   

Ein bemerkenswerter Aspekt dieses Projekts, so Dr. Tomoike, sei der Fokus auf die Physik weicher Nanomaterialien, deren Selbstorganisation nicht nur eine präzise Steuerung von 3D-Strukturen ermöglicht, sondern auch eine reversible Transformation von Elektroden, die mit Zellen und Geweben verbunden sind und mit ihnen funktionieren. Zu den möglichen Anwendungen zählen Sensor- und Stimulationselektroden für Gehirn und Herz, Gehirn-Maschine-Schnittstellen, Elektrodenarrays für die neuronale Analyse sowie neue Ansätze zur Vasodilatation.

Diese Kooperation verfolgt nicht nur ein ehrgeiziges Forschungsziel, sondern bringt auch das erklärte Ziel von NTT Research, mit Partnern auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, voran. Im Rahmen dieses Projekts will das MEI Lab von NTT Research zudem zwei seiner Forscher nach München schicken. Das MEI Lab plant außerdem die Eröffnung eines Büros in Deutschland. Die Forschung beginnt offiziell im ersten Quartal 2020, wobei die erste Phase des Projekts bis zu drei Jahre dauern kann.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese langfristige, gemeinsame Forschungsvereinbarung mit dem MEI Lab von NTT Research eingehen. Wir glauben, dass unsere gemeinsamen Stärken zu vielversprechenden Fortschritten in einem äußerst wichtigen Bereich der biomedizinischen Technik führen werden“, meint Prof. Dr. Bernhard Wolfrum. Bevor er seine Professur an der TU München angetreten hat, war er Postdoktorand auf dem Gebiet der Nanowissenschaften an der Universität Delft, leitete eine Forschungsgruppe am Forschungszentrum Jülich und lehrte an der Universität Aachen. Im Rahmen einer Gastprofessur forschte er an der Tohoku Universität in Sendai.

Im gemeinsamen Forschungsprojektes werden beide Institute ihre jeweiligen Stärken einbringen.

Die Technische Universität München, ist über ihre Neuroelectronics Group (NEL) an der Munich School of BioEngineering an der Untersuchung, Charakterisierung und Mikro-/Nanoverarbeitung von Materialien beteiligt. Das MEI Lab wird Experimente und Forschungsziele entwickeln sowie Datenanalysen auf Basis von IoT- und KI-Technologien durchführen. Jeder Partner übernimmt Aufgaben bei der Bewertung der Biokompatibilität der hergestellten Produkte.

Die Forschungsleiter beider Organisationen bringen umfangreiches Fachwissen in dieses Projekt ein.

Dr. Tomoike, ehemaliger Direktor des Sakakibara Heart Institute, emeritierter Direktor des National Cerebral and Cardiovascular Center in Japan und ehemaliger Professor für Kardiologie an der Yamagata University, ist für seine Arbeit mit Biosensoren und Analytik in der Präzisionsmedizin bekannt. Schwerpunkt der Forschung von Prof. Dr. Bernhard Wolfrum liegt hingegen im Bereich der Neuro- und Bioelektronik. Er entwickelte elektrochemische Sensorarrays und Schnittstellen zu zellulären Netzwerken und setzte Mikrofertigungstechniken, Drucktechnologien und mikrofluidische Zellkulturverfahren ein, mit dem Ziel, neuroelektronische Hybride und Systeme für die On-Chip-Neurowissenschaften und die bioelektronische Medizin zu etablieren.

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