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Evotec Short-Chance von 48 Prozent

13.11.2019, 09:00  |  3482   |   |   

Das Ergebnis des dritten Quartals, welches das im MDAX ebenso wie im TecDAX notierte deutsche Wirkstoff-Forschungsunternehmen Evotec am Dienstagmorgen vorlegte, übertraf die durchschnittliche Analystenprognose. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 16 Prozent, der bereinigte Gewinn, gerechnet vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von Januar bis September um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Basis dieser Ergebnisse hob Evotec zugleich die bisherige Prognose des Gewinnwachstums auf Basis des EBITDA von bislang "mehr als zehn Prozent" auf jetzt +15 Prozent an.

Diese Zahlen und der Blick in die detaillierten Informationen des Unternehmens machen deutlich, dass sich Evotec weiter geschickt vergrößert und effektive, gewinnträchtige Kooperationen verfolgt. Dunkle Wolken am Horizont finden sich da derzeit nicht. Und es erschließt sich nicht, wenn als Argument für den erneuten Abwärtsschwenk der Aktie nach einer Bilanz angeführt wird, dass Evotec die eigenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ausbaut, denn da wird letztlich in eine noch profitablere Zukunft investiert. Aber gerade weil dieser Abwärts-Schwenk des Kurses am Dienstag auf ein Zahlenwerk hin auftrat, das einen solchen Turnaround nicht hätte erwarten lassen, ist die kurzfristige Perspektive der Aktie bärisch. Grund:

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„Selling on Good News“ bietet den Bären einen Matchball

Wenn gute Unternehmensergebnisse und eine ungebrochen positive Perspektive nicht ausreichen, eine Aktie, die unterhalb wichtiger charttechnischer Widerstände von den Bären in Schach gehalten wird, aus diesem Bann herauszulösen und anfängliche Käufe ohne Gegenwehr in einen Intraday-Turnaround verwandelt werden können, macht das deutlich, dass das bärische Lager nicht nur weiterhin imstande ist, Käufer in Schach zu halten. Es besteht die Chance, dass man seitens der Bären, d.h. der Leerverkäufer, auch zeitnah den Versuch wagen könnte, Evotec aus der Seitwärtsspanne, die das Geschehen seit dem Selloff des Augusts beherrscht, nach unten heraus zu drücken.

Das wäre dann gelungen, wenn die Aktie unter dem August-Verlaufstief von 18,19 Euro schließen würde. Das wäre eine Distanz, die kleiner ist als die Distanz vom Tageshoch des Dienstags bei 20,30 Euro bis zum Schlusskurs von 19,20 Euro, der nahe am Tagestief lag. Und würde diese Handelsspanne nach unten verlassen, kann das leicht zur Folge haben, dass Anleger, die aufgrund der ja eigentlich positiven fundamentalen Perspektiven eisern auf der Long-Seite ausharren, das Handtuch werfen, so dass die nächste darunter liegende Unterstützungslinie, die Wendemarke vom Jahresende 2018 bei 16,22 Euro, dann ein realistisches Kursziel wäre.

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