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Handle konträr und werde reich: 2 Aktien, über die (noch) kaum jemand nachdenkt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.11.2019, 08:48  |  1037   |   |   

Ein erfolgreicher Investor zu sein ist manchmal gar nicht so einfach. Speziell, wenn man es auf außergewöhnliche, marktschlagende Renditen abgesehen hat, wird man dort hinsehen müssen, wo viele Investoren gegenwärtig eher nicht hinsehen. Denn wer bloß das macht, was viele tun, wird unterm Strich auch bloß durchschnittlich bleiben.

Unbeliebte Aktien können daher, zumindest wenn das operative Geschäft weiterhin intakt ist, eine interessante Wahl sein. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Blick auf zwei spannende Aktien, die zu diesem Kreis dazuzählen könnten. Und die überproportional von einer mittel- bis langfristigen Erholung profitieren könnten.

1. Kraft Heinz

Eine erste Aktie aus dem eher defensiven Bereich der Lebensmittelindustrie ist momentan Kraft Heinz (WKN: A14TU4). Die prominente Warren-Buffett-Beteiligung, bei der der Starinvestor für die Zusammenlegung selbst keinerlei Mühen gescheut hat, ist in den vergangenen Jahren ordentlich eingebrochen. Alleine seit Anfang des Jahres 2017 ist dieses Papier von über 80 Euro auf derzeit noch knapp über 30 Euro (12.11.2019, maßgeblich für alle Kurse) eingebrochen, was immerhin einem Minus von 70 % entspricht.

Der Grund für diese negative Entwicklung waren gewaltige Abschreibungen, die der Lebensmittelkonzern auf eigene Marken vornehmen musste, die hier nicht bloß zu Einbußen beim Börsenwert, sondern auch zu gewaltigen Verlusten geführt haben. Das hat viele Investoren verschreckt, gewiss nicht zu Unrecht.

Die spannende Frage dürfte nun allerdings sein, ob der Kern des Unternehmens noch intakt ist. Was macht Kraft Heinz weiterhin? Der Konzern verkauft weiter Lebensmittel, egal ob Philadelphia Brotaufstrich oder auch den namensgebenden Heinz Ketchup und weitere Saucen; insgesamt 200 Marken gehören noch immer zum Portfolio dieses Unternehmens.

Die spannende Frage, die sich alle Investoren daher stellen sollten, ist, ob der Kern trotz der Abschreibungen weiterhin intakt ist. Oder ob verändernde Gewohnheiten im Konsum hier womöglich zu nachhaltigen Einbußen führen.

Im Geschäftsjahr 2017 kam der Konzern, noch vor der Krise, auf einen Gewinn je Aktie von über 9 US-Dollar, wodurch sich ein hypothetisches Kurs-Gewinn-Verhältnis beim derzeitigen Kursniveau auf unter 4 belaufen würde. Sofern der Lebensmittelriese langfristig zu alter Stärke zurückfinden kann, wäre das Papier mit Sicherheit eine Aktie, die die breiten Märkte weit hinter sich lassen würde.

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