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Forex-Report Ermutigendes und Hoffnungswerte zum Wochenabschluss 

Gastautor: Folker Hellmeyer
15.11.2019, 10:54  |  663   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1023 (07:19 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0989 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.59. In der Folge notiert EUR-JPY bei 119.69. EUR-CHF oszilliert bei 1.0905.

Zum Wochenschluss ergaben sich in den letzten 24 Handelsstunden ermutigende Daten und Signale. Zusätzlich wurden Hoffnungswerte geschürt.

Die Datensätze, die uns aus der Eurozone erreichten, waren durchsetzt mit positiven Akzenten. Die Beschäftigung erreichte im dritten Quartal einen neuen Rekordwert jenseits der Marke von 160 Millionen. Das ist die Ernte kontinentaleuropäischer Solidarität mit Strukturpolitik. Das Wachstum des BIP fiel im Jahresvergleich mit 1,2% geringfügig besser als erwartet aus, obwohl Kontinentaleuropa insbesondere durch die Schwäche im globalen Investitionsgüterzyklus belastet ist wie kaum eine andere Region weltweit. Das Glas Wasser ist viel voller, als manche elitären Protagonisten uns weismachen wollen.

Auf der zins- und geldpolitischen Seite steht uns aus globaler Sicht weitere Entspannung ins Haus. Mexiko senkt dieses Jahr das dritte Mal in Folge die Leitzinsen. Der aktuelle Schritt lag bei 0,25% auf nun 7,50%. Die Notenbank Chinas erhöhte die Liquidität um 200 Mrd. Yuan (circa 26 Mrd. Euro). Die Zinsen für mittelfristige Darlehen an Finanzinstitutionen blieben bei 3,25%.

Die EZB konfiguriert sich neu. Positiv ist anzumerken, dass man das Ziel seitens der Notenbanker anstrebt, unter Frau Lagarde nach außen geschlossener aufzutreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nahe dem Tiefpunkt im Zinszyklus sind, ist erheblich.  Frankreichs Notenbankchef Villeroy de Galhau sieht die Talsohle bei Zins nahezu als erreicht an. Da stimmen wir laut zu. Talsohle heißt aber nicht Zinswende!   Es bleibt locker und leicht, vielleicht zu leicht.

Aus den USA erreichten uns Meldungen möglicher Steuersenkungen im Falle der Wiederwahl Trumps. Sie sollen erheblich ausfallen verlautete aus dem Umfeld Trumps. Es würde darum gehen, die Wirtschaft zu stützen und, man höre und staune, Familien mit mittleren Einkommen, und nicht die oberen Zehntausend, sollen profitieren. Fraglos handelt es sich hier um Politikansätze, die aus Marktsicht weit in der Zukunft lägen. Sie beflügeln aber definitiv die Marktpsychologie.

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