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Kahlschlag auf der Management-Ebene: Daimler baut weltweit 1100 Führungsstellen ab

15.11.2019, 11:38  |  299   |   |   

Die massiven Auswirkungen der Hinwendung zur E-Mobilität werden immer deutlicher. Daimler hat nun den Abbau von über 1000 Führungsstellen weltweit bekanntgegeben, um Kosten zu sparen. Die Konzernleitung macht den deutschen Werken wenig Hoffnung, dass E-Autos künftig im eigenen Land gebaut werden.

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Daimler-Chef Ola Källenius setzt mit seinem Sparprogramm bei den Führungskräften des Autobauers an. Laut Betriebsrat sollen weltweit 1100 Stellen auf den verschiedenen Management-Ebenen wegfallen. In Deutschland wäre es etwa jede zehnte, wie Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht am Freitag in einem Info-Brief an die Mitarbeiter schrieb, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatten Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt darüber berichtet. Daimler wollte das nicht kommentieren. Källenius will erst kommende Woche einen Einblick in seine Strategie für die nächsten Jahre geben.

Den Sparkurs hatte noch Källenius' Vorgänger Dieter Zetsche Anfang des Jahres vorgegeben. Die allgemein schwache Autokonjunktur, Produktionsprobleme, hohe Kosten für Rückrufe und andere Sorgen mit dem Diesel sowie die immensen Ausgaben für Elektromobilität und Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren machten und machen Daimler zu schaffen. Vor allem das erste Halbjahr lief nicht gut. Inzwischen stecken alle deutschen Autobauer mit ihrem Strategieschwenk hin zur E-Mobilität in ernsten Problemen.

Källenius habe nun Anfang der Woche bei einer internen Führungskräfteveranstaltung erstmals eine konkrete Zahl zu seinen Sparplänen genannt - nämlich die der zu streichenden Managerjobs, schrieb Brecht an die Mitarbeiter. "Wir sehen als Gesamtbetriebsrat durchaus die finanziell schwierige Situation sowie die Notwendigkeit von umsichtigen Maßnahmen, aber: Ihr dürft nicht für juristische Streitigkeiten oder Qualitätsprobleme von Zulieferern zur Kasse gebeten werden!", heißt es in dem Brief weiter.

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