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Wasserstoffinvestoren, aufgepasst! Der Niedergang von Bloom Energy sollte jedem eine Lehre sein

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.11.2019, 09:18  |  2633   |   |   

Noch bevor NEL (WKN: A0B733) sich zu einem Anlegerliebling entwickelte, ging 2018 der Brennstoffzellen-Champion Bloom Energy (WKN: A2JQTG) mit viel Vorschusslorbeeren an die Börse. Seither hat die Aktie des kalifornischen Unternehmens eine ziemliche Bauchlandung hingelegt. Grund genug, den Versuch zu machen, die Gründe zu analysieren, um bessere Investitionsentscheidungen im Umfeld von Wasserstoff und Brennstoffzellen zu treffen.

Das ist Bloom Energy

Die strategische Aufstellung von Bloom Energy ist typisch für ein kalifornisches Unternehmen. Hier werden nicht einfach schnöde Brennstoffzellen hergestellt, sondern eine Plattform! Die heißt Energy Server und sieht auch wie ein moderner Serverschrank im Rechenzentrum aus. Neue Fähigkeiten wie etwa ein Energiespeicher, Gleichstrom oder eine Ladestation sollen wie Smartphone-Apps ergänzt werden können.

Typisch amerikanisch ist auch der Pragmatismus: Hier geht es nicht darum, mit großen Visionen von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Vielmehr soll das billig verfügbare Erdgas dezentral verstromt werden – „verlässlich, robust, sauber und wirtschaftlich“, wie der Hersteller bewirbt.

Bloom gilt als technisch führend bei der SOFC-Technik, ein Hochtemperatur-Brennstoffzellentyp, der flexibel verschiedene Brennstoffe nutzen kann. Der indische Gründer und Chef KR Sridhar gilt als brillanter Ingenieur und was die Kommerzialisierung angeht, ist Bloom auch weit vorne. Zu den Konkurrenten gehören Sunfire und die Viessmann-Tochter Hexis. Auf Kundenseite werden zahlreiche hochkarätige Konzerne genannt, darunter Wal-Mart (WKN: 860853), FedEx (WKN: 912029) und Panasonic (WKN: 853666).

Diese schätzen die durch Gaslieferverträge fixen Energiepreise und die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Kein Wunder also, dass das Investoreninteresse im Juli 2018 groß war.

Was war passiert

Da die Aktien von Bloom Energy am oberen Ende der Zeichnungsspanne bei 15 US-Dollar ausgegeben wurden, ergab sich zunächst eine Marktkapitalisierung von 1,6 Mrd. US-Dollar. In der Folge entstand ein kleiner Hype rund um KR Sridhar und die Perspektiven der „Plattform“, sodass der Kurs September 2018 auf über 34 US-Dollar hochschoss (entsprechend fast 4 Mrd. US-Dollar). Seither zeigt der Trend nach unten. Heute ist die Aktie nur noch 5 bis 6 US-Dollar wert, also etwas mehr als ein Drittel des Ausgabekurses.

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4 Kommentare

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Kommentare

Kein Artikel ohne Zielstellung... Nel hängt fest bei 80 Cent.. da kommen Shorties und wollen Geld verdienen... ich denke , dass wir am Anfang der Entwicklung stehen... die News von Nikola sind leicht überfällig, machen es den ‚fools‘ einfach hier Geschichten zu platzieren, wer hier unsicher ist wechselt zu ITM !? Aber da bin ich paritätisch ebenfalls investiert ... denke man braucht wie immer Geduld ... 😬🧐😐
„The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung.“
„Mittlerweile ist das Eigenkapital aufgebraucht, erste Analysten sprechen bereits von einer kaum noch abwendbaren Insolvenz und Leerverkäufer lecken Blut.“

„Aber all das hilft nichts, wenn das Endprodukt nicht mit einer auskömmlichen Marge verkauft werden kann. Die Schwierigkeit dabei ist, dass es nicht genügt, nur die Kostenbasis zu senken“

Einfach nur schlecht oder wissentlich falsch interpretiert ?

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