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JSR-Wochenrückblick KW 46-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
18.11.2019, 03:55  |  4568   |   

Neben dem Konsumsektor präsentiert sich vor allem der Dienstleistungssektor, sowohl in Europa als auch in den USA, sehr stark.

 

An den europäischen Aktienmärkten geht es wieder aufwärts! Der DAX steht vor dem Test seines bisherigen Allzeit-Hochs bei rund 13.600 Punkten, während er im August noch kurzzeitig unter die Marke von 11.500 Zähler zurückgefallen war. Seitdem konnte der DAX wieder um rund 16 % zulegen. Seit Jahresbeginn summiert sich der Zugewinn schon auf 25 %. Als Hauptgründe für die jüngste Kursrallye werden vor allem die ultralockere Geldpolitik der EZB und der amerikanischen FED angeführt, aber auch die zuletzt verkündeten Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen China und den USA.

 

Dennoch scheint die Wirtschaft noch zwiegespalten. Neben dem Konsumsektor präsentiert sich vor allem der Dienstleistungssektor, sowohl in Europa als auch in den USA, sehr stark und erweist sich bisher als Fels in der Brandung in aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Derweil aber bekommt Amerika ein Problem, denn die monatliche Industrieproduktion beginnt jüngsten Zahlen zufolge zu sinken. Diese Tatsache greift langsam auch auf die Stimmung im Service-Sektor über.

 

Im Gegensatz dazu hat sich allerdings die Stimmung unter den Finanzmarktteilnehmern zuletzt wieder spürbar aufgehellt. Abzulesen ist diese Entwicklung allem voran am ZEW-Konjunkturindex für Deutschland, der im November um mehr als 20 Punkte auf -2,1 Zähler nach oben gesprungen ist, während er im August noch im Tief bei -44,1 Punkten notierte. Minus 2,1 Zähler entspricht relativ exakt dem Niveau, das wir zuletzt im Mai dieses Jahr hatten. Damit wurden die Analysten-Erwartungen von -13 Punkten deutlich geschlagen. Für eine generelle Entwarnung scheint es allerdings noch zu früh. Zum einen notiert der Index noch im negativen Bereich, zum anderen klingt vieles noch nach Zukunftsmusik.

 

Spannende Zukunftsmusik erklingt auch aus Berlin. Die Zeichen für die CDU-Kanzlerkandidatur gehen inzwischen eindeutig in Richtung Friedrich Merz, was neueste Umfragen klar belegen. Laut ARD-DeutschlandTrend trauen nicht nur die Anhänger der eigenen Partei, sondern auch die Bundesbürger dem Sauerländer das Kanzleramt am ehesten zu. Sollte Friedrich Merz der nächste Bundeskanzler werden, dürfte mit hohen Kapitalzuflüssen aus dem Ausland zu rechnen sein!

 

Ronald Stöferle, einer der Referenten der am 08. und 09.11. stattgefunden Rohstoff- und Edelmetallmesse in München, sieht in Merz ebenfalls den neuen Regierungschef. Von der Messe wurden sogar wieder gestiegene Besucherzahlen von der Messeleitung gemeldet, was sich mit unserem Eindruck hinsichtlich des gestiegenen Rohstoffinteresses deckt. Auch wir am Stand der Swiss Resource Capital AG waren gut beschäftigt mit der Beantwortung von, Fragen neugieriger und interessierter Besucher. Der Tenor war ganz klar, nämlich dass Industrie- und Edelmetalle nicht vorschnell abzuschreiben sind.

 

Dies wurde auch auf vielen Fachvorträgen deutlich. In verschiedenen Vorträgen wurde auf die seit Wochen anhaltende Flaute am Goldmarkt und den Optimismus bezüglich der Terminmärkte hingewiesen. Das bestätigt auch der jüngst veröffentlichte ‚Commitments of Traders-Report‘ der US-Aufsichtsbehörde CFTC, dem zu entnehmen ist, dass die Anzahl der offenen Kontrakte auf Gold an den Terminmärkten auf ein neues Rekordhoch von 690.200 Futures geklettert ist. Das würde nicht zu einem Markt passen, der vor einem nachhaltigen Wegkippen stünde. In der Tat spreche auch das saisonale Muster für Gold, das die beste Zeit des Jahres noch vor sich hat. Denn in der Zeit von November bis Februar steht das gelbe Edelmetall traditionell vor den erfolgreichsten vier Monaten des gesamten Jahres. Statistisch gesehen schließt Gold jeden dieser Monate mit einem Plus ab.

 

Daher sei es auch nicht verwunderlich, dass sich das Edelmetall von dem jüngsten Rücksetzer, der bis in den Bereich von rund 1.450,- USD je Unze reichte, zuletzt wieder um die 1.470,- USD zu stabilisieren scheint. Preise von mehr als 1.500,- USD je Unze seien Marktbeobachtern zufolge nur eine Frage der Zeit.

 

Gleiches erwarten die Experten auch für den Silberpreis, zumal die Edelmetalle quasi im Einklang laufen. Da der Silbermarkt allerdings deutlich kleiner ist als der Goldmarkt, sei hier tendenziell mit größeren Schwankungen zu rechnen. Überdies müsse man die zusätzliche Verwendung in der Industrie berücksichtigen, weswegen bei Konjunktursorgen ein prozentual höherer Kursverlust bei Silber als bei Gold zu beobachten sei. Bei starken Konjunkturaussichten gilt natürlich das Gegenteil. Da sich derzeit die Anzeichen mehren, dass eine Rezession in den größten Volkswirtschaften der Welt abgewendet werden kann, könnte somit Silber vor einer erneuten Outperformance stehen.

 

Nach einem Kurs von rund 20,- USD je Unze im September hat das Edel- und Industriemetall gegenwärtig auf etwa 17,- USD je Unze korrigiert. Experten rechnen mit einem Test des Hochs, welches fast 20 % Aufwärtspotenzial berge. Für das kommende Jahr wurden Kursziele für Gold von 1.600,- USD je Unze und für Silber von sogar 25,- USD je Unze ausgerufen.

 

Gute Nachrichten meldeten wieder die Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten. Die aus Redaktionssicht interessantesten Nachrichten finden Sie hier:

 

Bluestone Resources mit starker Ressourcensteigerung

Jedes zusätzliche Jahr Minenlaufzeit führt bei einem Goldpreis von 1.250,- USD je Unze zu 60 bis 80 Mio. USD an freien Mitteln.

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MAG Silver berichtet über das dritte Quartal 2019

Die unterirdische Erschließung des Areals erstreckt sich mittlerweile über 22 Kilometer!

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Discovery Metals exploriert Weltklasse-Projekte

Das kanadische Unternehmen Discovery Metals besitzt vier große Silberprojekte in Mexiko. Der Fokus liegt derzeit auf dem fortgeschrittenen und extrem aussichtsreichen Silber-, Zink,- Bleiprojekt ‚Cordero‘.

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Endeavour Silver stößt auf mehr als ein Kilogramm pro Tonne Silber

Das erst jüngst gepachtete Konzessionsgebiet umfasst zudem den produktiven Erzgang ‚Santa Cruz‘.

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U.S. Gold Corp. stößt auf neues Goldsystem

Das ‚Keystone‘-Projekt befindet sich inmitten des ‚Cortez Gold Trend‘, 10 Meilen südlich von Barrick Golds ‚Cortez Hills‘-Minenkomplex.

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Caledonia Mining überzeugt auch im dritten Quartal 2019

Ein stark gestiegener Gewinn erlaubt dem Unternehmen auch weiterhin an seiner attraktiven Dividendenpolitik festzuhalten.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/ -. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

 

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