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Schadensersatz Urteile im Diesel Skandal: Gute Chancen bei VW, Audi, Mercedes

Gastautor: Roland Klaus
18.11.2019, 09:06  |  2025   |   |   

Eine Studie der Universität Regensburg zeigt erstmals, wie gut die Chancen von Diesel- Besitzern im Abgas-Skandal sind. Die weit überwiegende Mehrheit der deutschen Gerichte entscheidet demnach zugunsten der Kläger. Das bedeutet Schadensersatz oder die Rückgabe des Fahrzeugs.

Immer noch zögern viele Besitzer eines manipulierten Diesel-Fahrzeugs, ihre Rechte vor Gericht einzuklagen. Meist fürchten sie hohe Kosten. Doch das ist unbegründet, wie nun eine Studie der Universität Regensburg zum Dieselskandal zeigt. Beste Chancen haben insbesondere Besitzer von Diesel-Fahrzeugen aus der Volkswagen-Gruppe, also VW, Audi, Seat und Skoda. Aber auch Besitzer von Opel, Porsche und Mercedes Diesel haben gute Aussichten aufgrund der Tatsache, dass Autos dieser Hersteller bereits vom Kraftfahr-Bundesamt (KBA) zu einem Software-Update zurückgerufen wurden.

Urteile

An 97 von 115 Landgerichten in Deutschland, die mit Fällen zur Abgas-Manipulation befasst sind, wurden Volkswagen und andere Hersteller zu Schadensersatz verurteilt. Gleiches gilt für 13 von 24 Gerichten der zweiten Instanz. Darunter sind die Oberlandesgerichte Oldenburg, Hamm, Karlsruhe, Koblenz, Köln, München, Naumburg und Stuttgart sowie das Berliner Kammergericht. Auch die Oberlandesgerichte Celle und Frankfurt (Main) sowie Schleswig-Holstein haben in Hinweisbeschlüssen bzw. Verfügungen angekündigt, dass die Hersteller auch dort unterliegen werden.

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Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Damit ergeben sich für Diesel-Besitzer, die in diesen Regionen wohnen, gute Chancen ihre Ansprüche durchzusetzen. Auslöser ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), der Anfang 2019 gesagt hat, dass eine unerlaubte Abschalteinrichtung der Abgasreinigung einen Sachmangel darstellt. Eine solche unerlaubte Abschalteinrichtung weisen zumindest jene Fahrzeuge auf, die für ein Software-Update zurückgerufen wurden. Das sind beispielsweise Fahrzeuge der VW-Gruppe mit den Motoren EA189 und EA288, sowie mehrere hunderttausend Mercedes Diesel (beispielsweise GLK, GLE, GLS und EQC). Ebenfalls betroffen sind auch Porsche (Cayenne und Macan) sowie Opel (Insignia, Zafira und Cascada).

Kosten

Die Kosten eines Rechtsstreits sollten für betroffene Diesel-Besitzer kein Grund zur Sorge sein. In vielen Fällen greift eine bestehende Rechtsschutzversicherung. Wer keine Rechtsschutzversicherung hat, der kann in einigen Fällen (besonders wenn das Fahrzeug auf Kredit gekauft wurde oder geleast wurde) sogar noch eine solche Versicherung abschließen. Ansonsten gibt es häufig die Möglichkeit, einen Prozessfinanzierer hinzuzuziehen. Dieser übernimmt dann sämtliche Kosten und erhält ausschließlich im Erfolgsfall ein Honorar – zumeist einen Teil des erstrittenen Schadensersatzes.

Fall prüfen lassen

Lassen Sie ihre persönlichen Chancen auf Schadensersatz individuell prüfen. Eine solche Prüfung ist bei spezialisierten Anwälten möglich, beispielsweise kostenlos und unverbindlich bei der Interessengemeinschaft Widerruf.

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