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Forex-Report Europäischer Automarkt beeindruckend – Macron liegt richtig! 

Gastautor: Folker Hellmeyer
20.11.2019, 10:26  |  766   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1074 (06:40 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1065 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.50. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.15. EUR-CHF oszilliert bei 1.0965. 

Der europäische Automarkt setzt positive Akzente, die in dieser Form nicht erwartet wurden. 

Per Oktober kam es laut Daten des Branchenverbands ACEA zum höchsten Absatz in einem Oktober seit 2009. Es waren demnach circa 1,2 Millionen Kraftfahrzeuge, die am Markt zugelassen wurden. Im Jahresvergleich stellte sich eine Zunahme um rund 8,7% ein. 

Großbritannien stellte die Ausnahme von der Regel dar. Der Brexit hat eben seinen Preis. Wer sein Glück in einer globalisierten Welt mit extrem kurzen Lieferketten in kostenintensiver Kleinheit sucht, hat für dieses ambitionierte Experiment einen Preis zu entrichten. Der Kfz-Absatz brach im UK im Oktober im Monatsvergleich um 58,3% ein. Im Jahresvergleich ergab sich ein Rückgang um 6,7%. In Deutschland lag der Anstieg im Monatsvergleich bei 16,3% und im Jahresvergleich bei 12,7%.

Die Entwicklung in Europa insbesondere per Oktober ist bemerkenswert und fordert den regionalen „Kfz-Blues“, der uns in den letzten 18 Monaten begleitete, zumindest in Teilen faktisch heraus. Einmal mehr hatte der Finanzmarkt exogene Faktoren (u.a. WTLP), die den Markt temporär begleiteten, sportlich extrapoliert. Die Probleme bei der Implementierung des Abgaszertifizierungssystems WTLP hatte zu Verwerfungen geführt, die eben nicht extrapolierbar waren und sind. 

Gleichwohl ergeben sich im globalen Umfeld fraglos kritische Umstände. Der größte Kfz- Markt der Welt in China ist weiter von Schwäche geprägt. Die Strukturdaten aus den USA implizieren zukünftige Absatzrisiken und die Technologiefragen lasten auf dem globalen Automarkt.

Fakt ist, dass Europas Automarkt resilienter ist als angenommen!

Macron liegt richtig!

Es ist eine Herzensfreude, Frankreichs Initiativen in Wort und Schrift begleiten zu dürfen, denn diese Initiativen sind Ausdruck von Lernkurven aus Fehlern, die in der EU in der Vergangenheit begangen wurden.

Der EU-Erweiterungsprozess in den Osten wurde weitgehend ohne Berücksichtigung der von der EU verfügten Eintrittskriterien vollzogen. Lediglich ein Land aus Osteuropa erfüllte die Bedingungen zum Beitritt zur EU. Diese Fehler fallen uns heute in der EU auf die Füße. So ist es, wenn man mit heißer Nadel näht. Als Beispiel lässt sich Polen anführen. Das Thema Gewaltenteilung ist für jede Demokratie unverzichtbar.

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