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Wirecard Das Timing irritiert schon...

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
22.11.2019, 07:39  |  3552   |   |   
TecDAX | Wirecard: Das Timing irritiert schon...
Wirecard mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der Wirecard steigt...
Ich erwarte, dass der Wirecard fällt...

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Die Woche der Enthüllung, wieder einmal eine Enthüllung über die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060). Und wieder Kursreaktionen, besonders extrem am Abend, als der Handel sowieso schon „dünn“ war und die Handelsblatt-Vorabveröffentlichung größtmögliche Kursauswirkungen haben konnte.

Wenn nach 18.00 Uhr die meisten Börseninteressierten, Fondsmanager und Anleger an Feierabend, Einkaufen oder Sport denken, erreicht man mit einer Skandalnachricht über einen börsennotierten Wert die größtmögliche Kurs-Auswirkung wegen fehlender Liquidität am Markt. {loadmodule mod_custom,Sentifi Text Widget}

Sonderbares Timing

Also vom Timing her zumindest unglücklich oder absichtlich würden jetzt „Verschwörungstheoretiker“ unterstellen. „Wäre es nicht besser in Kenntnis der wahrscheinlichen Kursauswirkung eine solche Vorabveröffentlichung außerhalb der Handelszeiten zu machen, um allen die Chance zum Bewerten zu geben?“ – naiver Wunsch.

Jedenfalls: Es bleibt keine Zeit zum Prüfen oder Hinterfragen, der Frankfurter Handel, einige Regionalbörsen und Handelsplätze sind ja noch offen – der Hauptumsatzplatz für Deutsche Aktien, der mit Abstand liquideste, der XETRA-Handel schließt bereits um 17:30 Uhr. Und je später es ist, desto weniger liquide sind diese Märkte und so denkt man allein am Handelsmonitor sitzend, besser als erster raus bei einem „NICHTTESTAT“ als der letzte sein. Wer also noch am Ticker sitzt, will erstmal raus. Und zwar bevor er darüber nachdenkt, ob ein Nichttestat für eine nach lokalen Buchhaltungsstandards erstellte Bilanz aus dem Jahr 2017 für eine „kleine“ Tochter eines DAX-Konzerns essentiell wichtig ist. folgerichtig ging es so am Abend des 19. im Tief bis auf 102,00 EUR runter – extrem, als ob zum ersten Mal überhaupt über Unregelmäßigkeiten in der Singapur-Unit diskutiert würde. Am nächsten Tag, wieder mit allen Marktteilnehmern, die über Nacht Zeit hatten, die „Sensation“ einzuordnen, ging es natürlich auch runter, jedoch „nur“  bis auf 112,00 EUR, um sich dann wieder im Laufe des Tages auf 117,00 EUR zu erholen. Es bleibt also am Ende ein Kursrücksetzer, wie er bei der volatilen Wirecard-Aktie in diesen Zeiten häufiger vorkommt. Die „Masse“ scheint bedachtsamer umzugehen, als der nervöse Einzelkämpfer.

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