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CDU will private Altersvorsorge stärkern - Notfalls Pflicht

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.11.2019, 21:32  |  253   |   |   

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die CDU will die private Altersvorsorge stärken und notfalls langfristig zur Pflicht machen. Ihr Parteitag in Leipzig beschloss am Freitag einen entsprechenden Antrag, wonach die private Vorsorge effizienter gemacht und verbindlicher gestaltet werden soll. "Dazu soll in einem ersten Schritt die bestehende private Altersvorsorge an zentralen Stellen verbessert werden, indem der Staat Kriterien für ein Standardvorsorgeprodukt festlegt."

Mit der Vereinfachung sei die Erwartung verbunden, dass sich der Verbreitungsgrad der privaten Altersvorsorge deutlich erhöht. "Wir erwarten eine Erhöhung der Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge um 30 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre nach Inkrafttreten der Reform."

Sollte sich diese Erwartung nicht erfüllen, solle das Produktportfolio um ein "staatlich organisiertes Standardvorsorgeprodukt" erweitert werden. Dieses zusätzliche Standardvorsorgeprodukt würde den gleichen wettbewerblichen Regeln unterliegen. Gleichzeitig solle geprüft werden, ob dieses Produkt dann verpflichtend für alle werden solle./rm/hot/bk/bz/DP/he

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Für die private Altersvorsorge gibt es gegenwärtig drei ernstzunehmende Säulen:

zum einen Mietwohnungen.
zum anderen Aktien,
zum dritten Gold/sonstige Rohstoffe.

Andere Alternativen gibt es imho nicht: Staatsanleihen machen nur die Staaten reich, Riester-/Rürupp bringen keine Rendite, Lebensversicherungen leiden ebenfalls unter Negativzinsen, Renten sind durch staatliche Regularien in ihrem Anlageverhalten so eingeschränkt, dass nur der Staat verdient. Ich spare mir hier mal die weiteren Details.

Lasst uns mal auf die Mietwohnungen schauen. Es liegt nahe, in jungen Jahren überschüssiges Geld in einer Eigentumswohnung anzulegen, die man vermietet. Ziel sind Mieterträge im Rentenalter, die die Rentenlücke ausfüllen sollen. Fraglich ist aber, ob diese Rechnung aufgeht. Mit den kommunistischen Einteignungsfantasien der SPD sind derlei Erträge sehr unsicher und die ausufernde Bevorzugung der Mieter in Mietverträgen durch staatliche Eingriffe in die Vertragsgestaltung via Mietrecht machen diese Säule der Altersvorsorge ziemlich mürbe. Ich persönlich wäre in der Lage, ein oder zwei Eigentumswohnung zu kaufen, scheue aber ehrlich gesagt das Risiko. Ich vermute, dass ich da nicht allein bin und so wird durch ausbleibende Investitionen zukünftig die Wohnungsnot verschärft werden und die Politik wird konsequent auf dem völlig falschen Weg bleiben und noch mehr Regeln, Bevormundungen und Einschränkungen schaffen, die ihrerseites Investoren noch weiter abschrecken werden. Wir befinden uns hier in einer Abwärtsspirale und ich werde mich als Investor da raushalten.

Aktien sind meines Erachtens noch die beste Wahl, wenn es um den Aufbau einer Altersvorsorge geht, denn - je nach Alter des Anlegers - werden bis zum Renteneintritt die Dividenden steigen und hoffentlich ein durchschnittliches Niveau von 6 % p. a. erreichen. Das bedeutet, dass pro 10000 € Anlagebetrag eine monatliche Zahlung von 50 € ansteht. Einer Eigentumswohnung im Gegenwert von 200.000 € steht bei Anlage dieses Betrages in Aktien somit ein Dividendenäquivalent in Höhe von 1000 € monatlich gegenüber. Damit läst sich schon die ein oder andere Rentenlücke schliessen. Leider ist unser Finanzminister der Auffassung, dass Bürger, die privat für ihr Alter vorsorgen wollen mit 0,2 bis 0,3 % Aktiensteiuer bestraft werden sollten. Natürlich bleiben Hedgefonds und Hochfrequenzhändler dabei aussen vor. Olaf Scholz ist Mitglied der SPD, einer Partei, bei der das S angeblich für "sozial" steht. Und mit sowas bildet sie CDU gerade eine Koalition.

Zur Absicherung politischer Risiken war, ist und wird auch zukünftig Gold die einzige Wahl sein. Das wissen natürlich auch die Zentralbanken, die gegenwärtig große Mengen Gold kaufen - gleichzeitig steigt der Goldpreis nicht in dem Ausmaß, wie es eigentlich zu erwarten wäre. Man liest hier und da Gerüchte, dass in Zeiten des kostenlosen - oder sogar mit Minuszinsen belegten - Geldes finanzstarke Institutionen durch Leerverkäufe den Goldpreis im Rahmen halten.... aber das sind natürlich nur unhaltbare Verschwörungstheorien. Ich persönlich strebe einen Goldanteil von 30% meines Vermögens an.

Eines muß allerdings allen, die auf eigene Faust ihre persönliche Rentenlücke schliessen wollen, klar sein. Das bestehende System steht vor dem Kollaps. Der Staat kauft sich mit unserem Geld Zeit, um das unvermeidliche Ende hinauszuzögern ( schaut Euch in diesem Zusammenhang mal ein paar Interviews von Dr. Otte, Dr. Krall, Friedrich und Weik und Dr. Steltner an, dieser Logik kann man sich eigentlich nicht mehr verschliessen). Die Maßnahmen, die dabei ergriffen werden werden immer verzweifelter, als Beispiel führe ich mal die Grundrente an, die die Rentenkassen mit zusätzlichem Kosten belasten wird und das zu einem Zeitpunkt, wo diese nur noch mühsam durch staatliche Zuschüsse aus Steuergeldern funktionsfähig gehalten werden. Natürlich wird der Staat zukünftig NOCH mehr Geld brauchen, weshalb auf breiter Front Steuerhöhungen, noch niedrigere Zinsen und eben der neue politische Zwang, in ein "staatlich organisiertes Standardprodukt" zu investieren. Liebe CDU - seht ihr noch immer nicht, wohin das führt?

Sehen wir mal einige Jahre in die Zukunft: Das staatlich organisierte Standardprodukt ist genauso ein Rohrkrepierer wie Riester. Mietwohnungn bringen aufgrund weiterer staatlicher Eingriffe keine Rendite mehr, wer sein Geld rechtzeitig ins Ausland bringen konnte hat inzwischen ein Depot außerhalb Europas. Bargeld gibts keines mehr, das wurde nämlich verboten und dann kommt ein Goldverbot. Jeder der Gold besitzt muß dieses an staatlichen Zwangsumtauschstellen in beliebig vermehrbare Bits und Bytes auf den Festplatten der Zentralbankserver tauschen.

Spätestens dann werden viele Bürger merken, dass die Betrogenen viele sind - die Politiker aber nur wenige. Was wird wohl passieren, wenn die Vielen aufhören, Angst vor den Wenigen zu haben? Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird Wohneigentum wieder interssant werden: Selbstgenutztes Wohneigentum auf einem anderen Kontinent!

Nur ein Szenario - eines von vielen möglichen - und ich hoffe, dass wir das nie erleben werden - und wenn doch, dann nur vor dem Fernseher im eigenen Haus in Neuseeland.

Liebe CDU, kehrt um, solange noch Zeit ist: Weniger Staat und mehr Freiheit für private Initiativen sind erforderlich. Mehr Markt und weniger Regulierungswut werden Investoren ermutigen. Das Problem mit der Wohnungsnot wird nicht durch mehr Staat sondern durch mehr private Investition gelöst, dazu benötigt man aber einen funktionierenden Markt und Rechtssicherhait.
Private Altersvorsorge wird funktionieren, wenn man für sein Geld reelle Zinsen bekommt, Staatliche Altersvorsorge wird funktionieren, wenn nicht JEDER aus diesem Topf bezahlt wird, sondern nur diejenigen, die auch etwas eingezahlt haben. Ihr täuscht Euch, wenn Ihr glaubt, durch immer höhere Ausgaben Wohlverhalten Eurer Bevölkeung kaufen zu können. Der geplante Zwang, in Staatsprodukte investieren zu müssen ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, linke Parteien gint es mehr als genug, besinnt Euch auf Adenauer und Erhardt!

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