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Warten auf den ersten Pinguin

Gastautor: Sven Weisenhaus
23.11.2019, 10:23  |  1055   |   |   

Nach den Fehlausbrüchen im DAX (Bullen- und Bärenfalle) und den leichten Rücksetzern in den US-Indizes zeigen sich die Aktienmärkte derzeit richtungslos. Die Unsicherheit der Anleger scheint groß. Zu vermehrten Verkäufen ist man offenbar noch nicht bereit, weil man im Falle einer Fortsetzung der Aufwärtstrends dann Gewinne liegen lassen würde. Zu neuen Käufen lassen sich die Anleger aber bei höheren Kursen anscheinend auch nicht mehr hinreißen, weil die Rally schon weit fortgeschritten und die Gefahr einer stärkeren Gegenbewegung hoch ist. Und so warten die Anleger auf den Pinguin-Effekt.

Pinguin-Effekt: Warten auf den ersten Mutigen

Pinguin-Effekt? Diesen Begriff hatte ich bis vor 3 Tagen auch noch nicht gehört – dann allerdings in der Sendung „Wer weiß denn sowas?“ aufgeschnappt. Demnach soll dieser Effekt auch an der Börse zu finden sein. Und tatsächlich beschreibt er das aktuelle Verhalten der Anleger sehr trefflich.

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So nähern sich Pinguine vor dem Sprung in das Wasser oft in kleineren Gruppen zögerlich dem Ufer. Da unklar ist, ob unter Wasser eine Gefahr lauert, wartet die Gruppe auf den ersten Mutigen, der den Sprung in das kalte Nass wagt. Sobald ein einzelner schließlich genug Mut gefasst hat und ins Wasser springt, folgen ihm die anderen.

Und so wird es auch bei der nächsten Kursbewegung an den Aktienmärkten sein. Sobald sich einige Anleger aus der Deckung wagen und die Kurse aus der aktuellen kurzfristigen Seitwärtskonsolidierung ausbrechen, folgen weitere Käufe bzw. Verkäufe in Ausbruchsrichtung, wodurch die nächste Trendbewegung entsteht.

Einkaufsmanagerdaten ließen die Anleger kalt

Häufig sind bestimmte Meldungen an der Börse ein Auslöser dafür, dass sich erste Investoren aus der Deckung wagen – heutzutage nicht selten auch in Gestalt von Algorithmen, die auf bestimmte Nachrichten automatisiert reagieren. Die Einkaufsmanagerdaten von IHS Markit wären dazu gestern ein Anlass gewesen. Doch die Zahlen fielen recht unspektakulär aus. Und in jedem Fall waren sie kein Grund für stärkere Aktienkäufe.

Deutsche Wirtschaft kann lediglich das Abwärtstempo drosseln

So legte einerseits der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie unerwartet kräftig um 1,7 auf 43,8 Punkte zu. Er erreichte damit sogar ein 5-Monats-Hoch.

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