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Forex-Report Jetzt reicht es Herr Grenell, ansonsten gute Nachrichten bis auf USA! 

Gastautor: Folker Hellmeyer
26.11.2019, 10:53  |  513   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1015 (07:02 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1004 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.98. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.04. EUR-CHF oszilliert bei 1.0977.

Der US-Botschafter Grenell hat sich über Bundeswirtschaftsminister Altmaier empört. 

Altmaier hatte in der 5G-Debatte um Huawei in sachlich unbestechlicher Art und Weise einen Vergleich zu amerikanischen Hi-Tec Firmen gezogen, die der US-Administration nachweislich Tor und Tür geöffnet hatten und damit verlängerter Arm der US-Administration waren. 

Er sagte in der Fernsehsendung bei Anne Will, die Bundesregierung habe nach dem Abhörskandal, bei dem der amerikanische Geheimdienst NSA deutsche Politiker (Unsere Anmerkung: Und Unternehmen) ausspionieren ließ, auch keine Boykotte gegen amerikanische Technologiefirmen erwogen.

Vielleicht war das ein Fehler – bei Huawei gibt es keine Beweise, nur Unterstellungen insbesondere von der US-Seite, die genau das getan hat, was man Huawei unterstellt.

Grenell erwiderte gestern: „Die jüngsten Äußerungen hochrangiger Vertreter der deutschen Regierung, die USA seien vergleichbar mit der KP Chinas, sind eine Beleidigung für die tausenden amerikanischen Soldatinnen und Soldaten, die dazu beitragen, die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten, sowie die Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner, die sich für ein starkes westliches Bündnis einsetzen.“

Wir halten inne. Herr Grenell bedient asymmetrische Ebenen, um zu emotionalisieren. Es wurde kein Vergleich USA/KP China von Altmaier angestrengt. Mit diesem Statement baut er in dreister Form schiefe Ebenen auf.

Kommen wir zu Fakten: Die westlichen Werte wurden von den USA aufgekündigt (u.a. extraterritoriale Anwendung von US Recht = totalitärer Anspruch). Die USA halten sich nicht an Verträge und agieren nach Gutsherrenart. Das westliche Bündnis wird von den USA in Frage gestellt, nicht von Deutschland oder Europa. 

Faktennähe kann man Herrn Grenell nicht nachsagen.

Fakt ist, dass die US-Administration angeblich freie und global agierende US-Unternehmen, die an sensitiven Stellen tätig sind, gezwungen haben, ihre Loyalität zu Kunden dem Staatsinteresse der USA unterzuordnen, um sich Informationen zu sichern, die dem US-Staat faktisch nicht zustanden (US-Verfassungsproblem intern). Damit wurden sie zu einem verlängerten Arm des US-Staats. Nimmt dann nicht ein freies Unternehmen faktisch die Rolle eines Staatsunternehmens ein?

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