DAX+0,72 % EUR/USD-0,47 % Gold+0,30 % Öl (Brent)+0,36 %

Aktien Frankfurt Eröffnung DAX mit Abwärtspotenzial – Hongkong-Gesetz als Steilvorlage für die Bären

Gastautor: Jochen Stanzl
28.11.2019, 09:07  |  2007   |   |   

Das neue Hongkong-Gesetz der USA könnte die Steilvorlage für die Bären werden, die eingekehrte vorweihnachtliche Ruhe zu stören. Die Volatilität ist auf einem sehr tiefen Niveau angelangt. Seit einigen Tagen aber sind an der US-Terminbörse steigende Prämien bei Produkten zu beobachten, die zur Absicherung gegen höhere Schwankungen und damit fallende Kurse dienen. Die Tatsache, dass sich die USA so deutlich auf die Seite der Demokratiebewegung in Hongkong stellen, erhöht ganz klar auch das Risiko des Scheiterns eines Handelsabkommens in Phase Eins.

Der Deutsche Aktienindex ist trotz mehrmaliger Anläufe an der Marke von 13.300 Punkten gescheitert. Das technisch so wichtige neue Jahreshoch ist nicht gelungen. Diese Erkenntnis könnten die Verkäufer nun versuchen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Noch allerdings bewegt sich der Markt kaum vom Fleck. Das aber könnte sich im Tagesverlauf ändern.

 

DAX mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

China kündigt Vergeltungsmaßnahmen an und die Anleger wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie diese aussehen. Auch ein Rücktritt von den Handelsgesprächen mit den USA ist nicht ausgeschlossen. Die Regierung in Hongkong verurteilt ebenfalls das neue Gesetz. Die USA wird dort als schwarze Hand bezeichnet, die das Chaos in der Sonderverwaltungszone maßgeblich anheize.

 

Abermals haben sich in den USA die China-Hardliner um Floridas Senator Marco Rubio und andere durchgesetzt. Nachdem es ihnen gelungen war, Huawei und andere chinesische Konzerne auf eine Sanktionsliste zu setzen, haben sie jetzt das 1992 unterschriebene U.S.-Hong-Kong-Policy-Gesetz um den Hong Kong Human Rights and Democracy Act of 2019 erweitert. Mit anderen Worten: Auch wenn Trump wollen würde, er könnte nicht einfach mehr per Dekret den Handelsstreit mit China beenden. Er muss sich dafür erst gegen seine Gegner aus den eigenen Reihen durchsetzen.

 

Alles, worauf die Märkte jetzt noch hoffen können, ist eine Art Schein-Abkommen, das öffentlichkeitswirksam den kleinsten, noch möglichen gemeinsamen Nenner als großen Durchbruch darstellt. Die Zweifel an der Wirksamkeit eines solchen Abkommens aber sind durch das neue Hongkong-Gesetz in jedem Fall gestiegen.

 

Charts zu den heutigen Themen am Finanzmarkt, weitere Videos und Marktkommentare von Jochen Stanzl finden Sie im Laufe des Tages auf cmcmarkets.com.

 

Sie wollen sofort benachrichtigt werden, wenn etwas an der Börse passiert? Eröffnen Sie ein Demo-Konto und aktivieren Sie die "push notifications"!



Diesen Artikel teilen
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
HongkongAktienUSADAXChina


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index Performance von Kryptowährungen Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel