BOSCHs milliardenschwere Brennstoffzellen-Offensive: Ein Segen für die NEL-Aktie

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.12.2019, 08:36  |  40125   |   |   

Wenn es um Wasserstoffinvestments geht, konzentrieren sich viele Anleger auf das Thema „Brennstoffzellen“. Dort kommt nun anscheinend Dynamik rein, nachdem große Spieler wie Cummins (WKN: 853121), Schaeffler (WKN: SHA015) und insbesondere Bosch ihr Gewicht einbringen, um dieser Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Fuel-Cell-Aktien könnten also eine gute Idee sein. Noch größere Potenziale sehe ich jedoch bei der Elektrolyse.

Bosch macht jetzt Druck

Dass Bosch Thermotechnik mit Ceres Power (WKN: A2NB49) einen Effizienzsprung in der dezentralen Energieversorgung erreichen will, ist sicherlich schon mal interessant. Noch spannender ist jedoch, was Bosch mit PowerCell Sweden (WKN: A14TK6) treibt. Denn dabei geht es um mobile Anwendungen und Bosch will seine massiven Ressourcen dafür einsetzen, die Technologie der Schweden in die Großserie zu überführen.

Ob der Elektro-Lkw-Bauer und enge Partner Nikola den Stack von Bosch beziehen wird, ist noch nicht bekannt. So oder so bauen die Schwaben ihr internes Know-how und die Fertigungstiefe kontinuierlich aus und wollen bis in einigen Jahren Milliarden mit entsprechenden Systemen umsetzen. Milliarden! Auf Basis dieser Prognose halte ich es für realistisch, dass der Gesamtmarkt im Laufe des kommenden Jahrzehnts auf zig Milliarden Euro anschwellen wird.

Diverse Spezialisten wie Ballard Power (WKN: A0RENB) sowie Mitstreiter wie Cummins, Schaeffler und diverse Autokonzerne wollen schließlich ebenfalls gute Umsätze in diesem Markt erwirtschaften. Im Jahr 2019 wurde definitiv der Schalter umgelegt: Die ewige Zukunftstechnologie macht sich nun auf den Weg aus der Nische in den Massenmarkt. Dieser Prozess mag vielleicht noch fünf bis zehn Jahre dauern, aber aufzuhalten ist er jetzt wohl nicht mehr.

Also alles auf Brennstoffzellen setzen?

Hier entwickelt sich also ein richtig großes Geschäft und die naheliegendste Idee, um davon zu profitieren, wäre, auf einige der Brennstoffzellenspezialisten zu setzen. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass diese nun eben genau gegen die vorgenannten Großkaliber antreten müssen. Bosch und die anderen finanzstarken Akteure werden nun alles daransetzen, die Kosten nach unten zu treiben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Da die Spezialisten chronische Margenprobleme plagen, halte ich es für wahrscheinlich, dass einige davon auf der Strecke bleiben werden, wenn der Gesamtmarkt abhebt. Das wäre zwar tragisch, aber wir kennen das aus Märkten wie Solarmodulen und Windturbinen. Es sind die schnellen Skalierer, die die behäbigeren und klammen Spieler gnadenlos aus dem Markt drängen.

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