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Forex-Report Altmaier auf unseren Spuren – China kommt - Konjunkturprogramme - Seite 2

Gastautor: Folker Hellmeyer
02.12.2019, 11:50  |  600   |   |   

Die konjunkturelle Stabilität Chinas per 2019 (Wachstum von 6% +) war und ist aus diesen Gründen nicht erstaunlich.

Die aktuellen Datensätze, die uns in den letzten 24 Handelsstunden erreichten, ermutigen:

Der NBS Manufacturing PMI stieg per November von 49,3 auf 50,2 Punkte (Prognose 49,5). Der NBS PMI für den Dienstleistungssektor nahm von 52,8 auf 54,4 Zähler zu. In der Folge legte der NBS Composite Index (Produktion und Dienstleistungen) von 52,0 auf 53,7 Punkte zu und markierte den höchsten Wert seit Mai 2019.

Der nachfolgende Chart des Composite Index belegt darüber hinaus, dass dieses Indexniveau im jüngeren historischen Kontext als unkritisch definiert werden muss.


© Reuters

Der von Caixin ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Sektor des Verarbeitenden Gewerbes stieg von 51,7 auf 51,8 Punkte (Prognose 51,4).

Konjunkturprogramme „ante portas“

Nicht China, sondern Indien ist in diesem Jahr das Konjunktursorgenkind. Zuletzt sank das Wachstum auf 4,5%, dem schwächsten Wert seit circa sechs Jahren. Da halfen bisher auch nicht Senkungen der Körperschaftssteuern oder die Privatisierung von Staatsunternehmen, denn es geht faktisch um „Aristoteles“, um Strukturen. 

Unter Umständen hängt die Schwäche damit zusammen, dass um Indien herum Projekte aus der „Belt and Road Initiative“, an der Indien nicht teilnimmt, umgesetzt werden, die die Attraktivität der Standorte in diesem Projekt steigern (Cluster, Zugang). Das zum Teil archaisch organisierte Indien fällt hinter diesen neuen Strukturen zurück.

Von daher erstaunt es nicht ansatzweise, dass die Regierung Modi ein Konjunkturprogramm im Sektor der Infrastruktur auf die Beine stellt. Indiens Regierung will mit gewaltigen Investitionen im Volumen von circa 1.270 Mrd. Euro in die Infrastruktur der abgeschwächten Konjunkturlage entgegenwirken. Erste Projekte sollen noch in diesem Monat angekündigt werden. 

Vielleicht sollte Indien die Haltung hinsichtlich der BRI-Initiative überdenken, denn miteinander bewegt man mehr als gegeneinander!

In Japan wird das nächste Konjunkturprogramm erwogen. Es soll ein Volumen von mehr als 83 Mrd. Euro haben. Japans exportorientierte Wirtschaft leidet unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China sowie einer daraus resultierenden schwächeren globalen Nachfrage. Vorgesehen seien Ausgaben im Bereich der Katastrophenhilfe, der Infrastruktur und Maßnahmen, die Unternehmen dabei helfen sollen, die Produktion zu erhöhen. 

Fazit: Diese Programme, auch das absehbare IT-Projekt in Europa, setzen für das kommende Jahr positive konjunkturelle Akzente (investiv/Multiplikatoreffekte). 

Datenpotpourri der letzten 24 Handelsstunden:

Eurozone:                                 Stabil bis positiv!

In Deutschland stellte sich die Arbeitslosenrate in der saisonal bereinigten Fassung per November unverändert auf 5,0%. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 16.000 ab.
In Italien sank die Arbeitslosenquote per Oktober von zuvor 9,9% auf 9,7% (Prognose 9,8%).

Laut Erstschätzung legten die Verbraucherpreise der Eurozone per November im Jahresvergleich um 1,0% (Prognose 0,9%) nach zuvor 0,7% zu.
Die Arbeitslosenrate der Eurozone fiel per Oktober von zuvor 7,6% (revidiert von 7,5%) auf 7,5% (Prognose 7,5%).

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem Euro favorisiert. Ein Überwinden der Widerstandszone bei 1.1160 – 80 negiert den positiven Bias des USD.  

Viel Erfolg!

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